Am 15. März 1921 gründeten Carlo Guzzi und Giorgio Parodi in Mandello del Lario am Comersee die Moto Guzzi. Der Adler im Logo erinnert an Giovanni Ravelli, den dritten im Bunde: ein Flieger, der kurz vor der Firmengründung bei einem Absturz ums Leben kam. Schon im September 1921 gewann Moto Guzzi die Targa Florio.
Die Marke war über Jahrzehnte ein technisches Labor. Moto Guzzi baute den ersten Motorrad-Windkanal der Welt, den ersten Hauptständer und einen Achtzylinder-Rennmotor, über den heute noch geredet wird. Kaum ein Hersteller hat so viel ausprobiert und so wenig davon vergessen.
Der quer eingebaute V2 mit Längskurbelwelle ist das Erkennungszeichen. Beim Gasstoss im Stand kippt die Maschine leicht zur Seite — ein Effekt, den kein anderer Motorradmotor so liefert. Dazu kommt der Kardanantrieb: keine Kette schmieren, keine Kette spannen, dafür ein Antriebsstrang, der auch nach vielen Jahren noch sauber arbeitet.
Eine Guzzi fährt man nicht wegen Spitzenwerten. Sie liefert Drehmoment von unten, einen unverwechselbaren Klang und eine Gelassenheit, die auf Landstrassen mehr Freude macht als jede Rundenzeit. Wer von einem japanischen Vierzylinder umsteigt, braucht zwei Ausfahrten — danach will kaum jemand zurück.
Die V7 ist die meistgefahrene Guzzi und trägt einen Namen, der bis 1966 zurückreicht. Klassische Linie, überschaubares Gewicht, gutmütiger Antritt — das ist die Guzzi, mit der die meisten in die Marke einsteigen. Als Occasion gibt es sie in vielen Ausbaustufen vom Classic bis zum Special.
Die V9 setzt auf 850 Kubik und eine entspanntere Auslegung. Als Roamer mit Strassenbereifung und aufrechter Sitzposition ist sie der bequeme Weg durch die Marke — mehr Dampf als die V7, ohne gleich in die grosse Klasse zu wechseln.
Die V85 TT ist Guzzis Reiseenduro und die modernste Interpretation des Markencharakters. Klassische Optik, aber mit Fahrmodi, Traktionskontrolle und echtem Tourenkomfort. Für lange Etappen mit Gepäck die vernünftigste Guzzi im Programm.
Die California ist der grosse Tourer der Marke, in der 1400er-Variante mit mächtigem V2 und Reiseausstattung. Wer Cruiser-Format mit italienischem Charakter statt amerikanischem sucht, landet hier.
Die Nevada ist der kleine Cruiser mit 750 Kubik und ein häufiger Einstieg über den Occasionsmarkt. Die Stelvio war Guzzis grosse Reiseenduro vor der V85 — kräftig, kommod und bei Vielfahrern beliebt.
Guzzi-Occasionen stehen bei uns regelmässig in grösserer Auswahl, am häufigsten die V7 in ihren Varianten. Jede Maschine geht durch unsere Werkstatt, bevor sie in den Verkauf kommt — bei Kardanmodellen schauen wir dabei besonders auf den Endantrieb.
Setz dich drauf, hör dir den Motor an und dreh eine Runde: Bei dieser Marke entscheidet das Gefühl mehr als das Datenblatt. Wir beraten dich in Ruhe, nehmen deinen aktuellen Töff in Zahlung und übernehmen Service und Reparatur im eigenen Haus.
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