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Buell – amerikanische Sportmotorräder, anders gedacht

Erik Buell war Rennfahrer und Entwicklungsingenieur bei Harley-Davidson, bevor er 1983 seine eigene Firma gründete. Seine Idee: einen amerikanischen V2 nicht in einen Cruiser stecken, sondern in ein kompromissloses Sportmotorrad. Harley-Davidson stieg später ein und stellte die Marke 2009 wieder ein — das letzte Motorrad lief am 30. Oktober 2009 vom Band.

Genau diese kurze Geschichte macht eine Buell heute interessant. Es gibt sie nur als Occasion, sie ist selten im Strassenbild, und sie hat eine Fangemeinde, die technisch tief drinsteckt.


Was eine Buell ausmacht

Buell hat Lösungen gebaut, die sonst niemand gebaut hat. Der Rahmen dient als Benzintank, die Hinterradschwinge als Ölbehälter für die Trockensumpfschmierung. Das spart Gewicht und senkt den Schwerpunkt genau dort, wo es beim Fahren zählt.

Dazu kommt die ZTL-Bremse: eine einzelne Bremsscheibe am Felgenrand statt zweier kleiner Scheiben in der Radmitte, mit Achtkolbenzange. Der Name steht für Zero Torsional Load — das Bremsmoment wird direkt in die Felge geleitet, statt die Speichen zu verwinden. Eine Buell fährt sich kurz, handlich und drehmomentstark aus dem Keller heraus, nicht wie ein hochdrehender Vierzylinder.


Die Buell-Modellwelt

Buell XB-Serie

Die XB-Modelle sind die bekanntesten Buells. Als Lightning mit hohem Lenker, als Firebolt mit Stummeln und Verkleidung, in 9er- und 12er-Hubraum. Extrem kurzer Radstand, luftgekühlter V2, Zahnriemen statt Kette — das Konzept in Reinform.

Buell Ulysses

Die Ulysses nimmt die XB-Basis und macht daraus ein Reisemotorrad mit mehr Federweg und aufrechter Sitzposition. Eine Adventure-Maschine, lange bevor die Kategorie den heutigen Boom erlebte.

Buell 1125R

Die 1125R kam im Juli 2007 und brach mit der Tradition: flüssigkeitsgekühlter Rotax-V2 statt Harley-Antrieb, deutlich mehr Leistung, echte Superbike-Ambitionen. Das letzte grosse Kapitel der Marke.

Buell Blast

Die Blast war der Einzylinder-Einstieg — leicht, niedrig, gutmütig. Gedacht für alle, die zum ersten Mal auf ein Motorrad steigen, und bis heute eine unaufgeregte Occasion für Einsteiger.


Buell bei Moto Center Winterthur

Buells kommen selten herein, und wenn, dann meist von Fahrern, die sie über Jahre gepflegt haben. Weil die Marke seit 2009 nicht mehr gebaut wird, schauen wir bei der Übernahme genau auf Zustand, Wartungshistorie und Verschleissteile.

Wenn du mit einer Buell liebäugelst, sprich uns auf die Ersatzteillage an — wir sagen dir realistisch, was verfügbar ist und was Geduld braucht. Findest du bei uns gerade keine, halten wir auf Wunsch die Augen offen. Deinen aktuellen Töff nehmen wir bei Bedarf in Zahlung.

→ Probefahrt vereinbaren