MV Agusta entstand am 19. Januar 1945 in Cascina Costa bei Varese als ziviler Zweig der Agusta-Flugzeugwerke. Graf Domenico Agusta suchte nach dem Krieg ein Produkt, das ein zerstörtes Land brauchte — und entschied sich für Motorräder.
Was folgte, ist in dieser Dichte einmalig: Zwischen 1948 und 1976 gewann MV Agusta über 3.000 Rennen und 63 Weltmeisterschaften. Giacomo Agostini allein holte auf Maschinen aus Cascina Costa 13 WM-Titel. Nach Domenico Agustas Tod 1971 verlor die Marke ihren Antrieb, 1976 zog sie sich aus der WM zurück. 1992 übernahm die Familie Castiglioni, 1997 kam die von Massimo Tamburini gezeichnete F4 750 Serie Oro — und die Marke war zurück.
MV Agusta baut Motorräder, die zuerst über die Form funktionieren. Die vierfache Auspuffmündung unter dem Heck, die schmale Taille, die Detailverarbeitung an Stellen, die niemand sehen muss — das ist Aufwand, den man in dieser Preisklasse selten findet.
Fahrerisch sind es kompromisslose Maschinen. Sportliche Sitzposition, drehfreudige Motoren, direkte Rückmeldung. Eine MV ist kein bequemes Alltagsmotorrad und will es auch nicht sein — sie ist für die Ausfahrt gebaut, auf die man sich schon die ganze Woche freut.
Die Brutale ist das Naked Bike der Marke und ihr bekanntestes Modell. Kompakt, aggressiv gezeichnet, mit kurzem Radstand und viel Rückmeldung aus dem Vorderrad. Die 675er mit Dreizylinder gilt vielen als die ausgewogenste Brutale überhaupt.
Die B4 910 ist die klassische Vierzylinder-Brutale aus den Nullerjahren — der Motor stammt aus der F4-Familie. Roh im Antritt, unverwechselbar im Klang und heute ein gesuchtes Stück Markengeschichte.
Die F3 ist der Supersportler der Mittelklasse und mit ihrem 675er- bzw. 800er-Dreizylinder eine der schönsten Verkleidungen am Markt. Auf kurvigen Strassen spielt sie ihre Stärken aus, ohne die Härte einer 1000er zu verlangen.
Die F4 ist das Modell, mit dem die Marke 1997 zurückkam — Tamburinis Entwurf gilt als eines der schönsten Motorräder überhaupt. Vierzylinder, radiale Ventile, die vier Rohre unterm Heck. Ein Sammlerstück, das man fahren kann.
MV-Occasionen kommen bei uns unregelmässig herein und bleiben selten lange stehen. Wir prüfen jede Maschine in der eigenen Werkstatt und sagen dir offen, was uns dabei aufgefallen ist — bei sportlichen Maschinen mit Vorgeschichte ist das wichtiger als bei jedem Alltagstöff.
Wenn du mit einer MV liebäugelst, sprich mit uns über Serviceintervalle und Unterhalt, bevor du dich entscheidest. Deinen aktuellen Töff nehmen wir bei Bedarf in Zahlung.
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