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Triumph Thruxton

Triumph Thruxton

Triumph Thruxton

Triumph Thruxton 1200 R kaufen – Occasion in Winterthur

Ein Café Racer mit Showa-Gabel, Öhlins-Federbeinen und Brembo-Bremsen – und trotzdem ein Motorrad, an dem sich die Meinungen scheiden, sobald es um die Sitzposition geht. Bei uns in Winterthur findest du die Thruxton 1200 R regelmässig in unseren Motorrad-Occasionen. Dieser Text erklärt, was der Generationswechsel 2016 verändert hat, warum ein 50’000-Kilometer-Dauertest trotz mehrerer Garantiefälle mit Bestnoten endete, welches Bauteil in Foren als bekannter Schwachpunkt gilt – und warum es die 1200er-Baureihe heute gar nicht mehr neu zu kaufen gibt.
Thruxton 900Thruxton 1200 RThruxton RS
Motor865 ccm, luftgekühlt1’200 ccm, flüssigkeitsgekühlt1’200 ccm, flüssigkeitsgekühlt
Leistung69–70 PS97 PS / 70,8 kW105 PS / 77 kW
Drehmoment72 Nm112 Nm bei 4’900/min112 Nm bei 4’250/min
Gewicht205 kg trocken203–206 kg trocken197 kg trocken
Sitzhöhe790 mm810 mm810 mm
Tank16–16,6 l14,5 l14–14,5 l
FahrwerkStandardShowa-BPF-Gabel, Öhlins, Brembowie 1200 R, überarbeitet

Occasion ab: ab CHF 7’850

Zwei Motorräder namens Thruxton – 900er oder 1200er?

Zwei komplett verschiedene Motorräder tragen denselben Namen: 2016 ersetzte Triumph den luftgekühlten 865-ccm-Twin der ersten Thruxton-Generation durch einen 1’200-ccm-Motor mit Flüssigkühlung, Ride-by-Wire-Gasgriff und serienmässigem ABS – 97 statt 69 bis 70 PS bei gleichem Grundkonzept. Die alte Generation gilt in Vergleichen als eher zurückhaltend abgestimmt, mit lascheren Bremsen. Gleichzeitig berichten Besitzer, die von deutlich stärkeren Sportmaschinen umgestiegen sind, dass sie den Wechsel nicht bereuen, und nennen den luftgekühlten Twin bei Laufleistungen über 75’000 Kilometern kerngesund – manche kommen über 100’000 Kilometer, ohne dass in der Werkstatt etwas auffällt. Genau diese Ambivalenz – bescheiden in den Fahrleistungen, dafür langlebig – erklärt, warum die 900er noch immer ihre Fans hat, während die 1200er-Reihe seit 2016 spürbar mehr Leistung mitbringt. Bei uns im Triumph-Bestand ist aktuell die 1200 R zuhause – die Variante mit dem hochwertigeren Fahrwerk der Familie.

Showa, Öhlins, Brembo – was die R von der einfachen 1200 unterscheidet

Die Buchstaben R und RS stehen für echte Bauteile, nicht nur für ein höheres Preisschild: Die 1200 R bekommt eine Showa-Big-Piston-Gabel mit 43 mm Standrohren, Öhlins-Federbeine hinten und Brembo-Monoblock-Vierkolbenzangen vorn, die einfache 1200 kommt mit Standardkomponenten aus. 2020 ging die Thruxton RS noch weiter: 105 statt 97 PS, leichtere Kurbelwelle, Kupplung und Lichtmaschine, Trockengewicht von rund 206 auf 197 Kilogramm gesenkt. Wer das bessere Fahrwerk sucht, achtet also nicht auf den Jahrgang allein, sondern auf die Ausstattungsstufe – R oder RS statt der einfachen 1200.

Handgelenke, Rücken, Sitzbank – was die Sitzposition wirklich bedeutet

Die tief montierten Clip-on-Lenker sind der Punkt, an dem sich Fahrer am stärksten unterscheiden: Ein 1,88 Meter grosser Fahrer berichtete von Handgelenkschmerzen auf langen Fahrten, so stark, dass er das Gewicht zeitweise auf die Fussrasten verlagerte statt es auf den Händen zu tragen. Ein anderer bekam nach zwei Wochen mit tief montierten Lenkern Rückenschmerzen – der Wechsel zurück auf die Serienposition löste das Problem vollständig. Wer damit zu kämpfen hat, greift zu höher und weiter zurück positionierten Clip-ons, zu Tank-Knieauflagen oder rüstet ganz auf normale Lenker um. Nach etwa einer halben bis einer Stunde meldet sich zusätzlich die Sitzbank: Sie gilt als hart, eine Komfortsitzbank schafft hier häufig Abhilfe. Dieselbe Sitzposition wird aber auch geliebt: Ein Besitzer, der seine Thruxton seit über 1’000 Meilen als Pendlerfahrzeug nutzt, nennt genau diese Haltung als einen der Hauptgründe für seine Kaufentscheidung – sein einziger echter Kritikpunkt betrifft nicht das Fahrwerk, sondern den serienmässigen Auspuffklang, den er als zu leise und zahm empfindet. Ob dich die Sitzposition stört oder begeistert, findest du am zuverlässigsten bei einer eigenen Probefahrt heraus.

Was der 50’000-Kilometer-Dauertest wirklich zeigt

Nach genau 8’830 Kilometern trat im Dauertest der Fachpresse der erste Garantiefall auf – bis zum Ende der 50’000 Testkilometer kamen fünf weitere hinzu, und doch bescheinigte dieselbe Redaktion dem Motor am Ende hervorragende Fahrcharakteristiken. Zuerst sorgte eine zu gross bemessene Ablaufbohrung im Motorgehäuse für Ölverlust – bei 17’736 Kilometern kam derselbe Defekt noch einmal vor, diesmal mit komplettem Motorgehäuse-Tausch. Die Lichtmaschine fiel gleich zweimal aus, ab 23’840 Kilometern kamen eine im Kalten rupfende Kupplung und ein beschlagendes Cockpit dazu, dazu wanderte der Bremsdruckpunkt vorn. Trotz dieser Liste blieb das Fazit versöhnlich: elastisches Drehmoment und ein seidig schaltbares Getriebe relativierten den Ärger über die Werkstattbesuche. Wichtig für die Einordnung: eine einzelne Testmaschine, kein belegtes Massenphänomen – aber alle Defekte fielen in die Garantiezeit und wurden von Triumph übernommen.

Rückrufe und der Laderegler-Klassiker – worauf du vor dem Kauf achtest

Drei amtliche Rückrufaktionen betreffen genau den Baujahrgang 2016 bis 2019 – ein vierter, älterer Rückruf gilt nur für die 900er.
  • „Blip Stalling“, Modelljahre 2016–2018. Motor konnte bei schnellem Gasgeben/-wegnehmen mit gezogener Kupplung abwürgen. Behoben per ECU-Softwareupdate, weltweit über 12’000 Maschinen betroffen.
  • Kabeldurchführung, Baujahre 2016–2019. Zu enge Durchführungen in der Café-Racer-Zubehörverkleidung konnten Licht-/Blinkerkabel beschädigen. Kontrolle beim Händler, kostenlos.
  • Seitenständerfeder, 2016–2020. Reissende Feder konnte über den Schalter während der Fahrt die Zündung abschalten. Austausch, kostenlos.
  • Nur 900er, Baujahr 2014. Fehler im Motorsteuergerät konnte die Einspritzdüse beschädigen. Austausch des Steuergeräts, kostenlos.
Dazu kommt ein Defekt, der nie zum Rückruf wurde, aber in Foren immer wieder auftaucht: der Laderegler. Sobald die Batteriespannung unter rund 12,6 Volt fällt, meldet sich beim Startversuch nur noch ein Klackgeräusch statt des Anlassers – im Standgas liefert der Original-Regler noch rund 13,4 Volt, bei höherer Drehzahl fällt die Spannung auf etwa 12,2 Volt ab, statt konstant zu bleiben. Abhilfe schafft ein MOS-FET-Regler als Ersatzteil für rund CHF 115. In denselben Foren gilt die Thruxton davon abgesehen als grundsolide, praktisch ohne Kinderkrankheiten – der Laderegler bleibt die eine bekannte Ausnahme. Rückrufstatus und Ladereglerzustand prüfst du am besten direkt in unserer eigenen Werkstatt.

A-beschränkt mit der Thruxton – geht das?

35 Kilowatt lassen sich bei der Thruxton nur für eine von zwei Generationen sicher belegen: Für die alte 900er existiert ein bestätigtes, rein mechanisches Drosselkit am Gasgriffanschlag, reversibel und ohne Eingriff in die Motorsteuerung. In der Schweiz heisst die passende Kategorie offiziell A mit Leistungsbeschränkung, nicht A2 wie im EU-Sprachgebrauch – erlaubt sind maximal 35 kW und 0,20 kW pro Kilogramm Leergewicht, ab 18 Jahren, Aufstieg zur unbeschränkten Kategorie A nach zwei Jahren ohne weitere Prüfung. Für die 1200er-Reihe – also auch die aktuelle 1200 R mit 97 PS – liegt trotz Ride-by-Wire-Gasgriff bei den grossen Anbietern kein Drosselkit vor. Statt das pauschal als „gedrosselt erhältlich“ zu verkaufen: Ob sich deine konkrete Thruxton mit Leistungsbeschränkung fahren lässt, klärst du am besten direkt über unsere Werkstatt oder bei einer Probefahrt.

Warum es die 1200er-Reihe heute nicht mehr neu gibt

Seit der Modellsaison 2025 verkauft Triumph keine neue Thruxton der 1200er-Baureihe mehr: Die „Thruxton Final Edition“ beendete eine rund 20-jährige Bauzeit, Bestellstart Herbst 2023, letzte Auslieferungen im Frühjahr 2024. Als Nachfolgerin führt Triumph die Speed Twin 1200 RS als sportlichste Bonneville-Variante – mit vergleichbaren Fahrwerkskomponenten, aber einer aufrechteren, alltagstauglicheren Sitzposition anstelle der tiefen Clip-on-Lenker. Wer sich an genau den Handgelenken und dem Rücken gestört hat, die weiter oben zur Sprache kamen, bekommt mit der Speed Twin RS die Auflösung. Verwechseln solltest du das nicht mit der neuen Thruxton 400, die Triumph ab 2026 auch in die Schweiz bringt: ein 398-ccm-Einzylinder mit rund 42 PS auf kleinerer Plattform, technisch und preislich fernab der 97-PS-1200er. Wer eine Occasion der alten Baureihe sucht, kauft damit ein ausgelaufenes, aber nicht ersatzlos gestrichenes Modell.

Vergleichbare Modelle zur Thruxton 1200 R

Drei Maschinen tauchen in Vergleichen regelmässig neben der Thruxton 1200 R auf.
ModellLeistungGewichtOccasion abSpricht dafürSpricht dagegen
Triumph Thruxton 1200 R97 PS / 70,8 kW203–206 kgCHF 7’850Showa/Öhlins/Brembo-FahrwerkNur 14,5 Liter Tank
Royal Enfield Continental GT 650––CHF 7’200Deutlich günstigerer NeupreisWeniger Leistung, einfacheres Fahrwerk
BMW R nineT––CHF 7’900Boxer-Charakter, oft günstiger–
Ducati Scrambler Café Racer109 PS / 73 kW––Mehr Leistung als die 1200 RWeniger Drehmoment (67 statt 112 Nm)
Die Royal Enfield Continental GT 650 ist der Preisanker: Neu ab CHF 9’390 kostet sie weniger als eine gebrauchte Thruxton R – dafür bleiben Leistung und Fahrwerk spürbar einfacher. Die BMW R nineT spielt im selben Preisband, 2016er-Occasionen liegen zwischen CHF 7’900 und 9’300 und damit tendenziell sogar leicht günstiger; wer statt des britischen Zweizylinder-Charakters lieber den luftgekühlten Boxer will, findet hier die naheliegende Alternative. Die Ducati Scrambler Café Racer bringt mit 109 PS mehr Leistung, liefert dafür mit 67 statt 112 Nm deutlich weniger Drehmoment – für einen giftigen Antritt aus dem Drehzahlkeller bleibt die Thruxton die passendere Wahl. Den Charakterunterschied spürst du am ehesten selbst bei einer Probefahrt.

Unsere Thruxton in Winterthur

Ob dich das hochwertigere Fahrwerk der R-Variante, der Laderegler-Check oder schlicht der Sound des Zweizylinders überzeugt – am besten setzt du dich selbst drauf. Eine Probefahrt ist schnell vereinbart, unsere Thruxton-Occasionen stehen vor Ort bereit.

Häufige Fragen zur Triumph Thruxton

Thruxton 900 oder 1200/R – was ist der Unterschied?

Plattformwechsel 2016: vom luftgekühlten 865-ccm-Motor ohne ABS zum flüssigkeitsgekühlten 1’200-ccm-Motor mit Ride-by-Wire, ABS und Traktionskontrolle. Die 1200 R bekommt zusätzlich Showa-Gabel, Öhlins-Federbeine und Brembo-Bremsen.

Ist die Thruxton mit A-beschränkt (35 kW) fahrbar?

Nur für die alte 900er ist ein Drosselkit belegt, für die 1200er-Reihe nicht – das klärst du im Einzelfall direkt bei uns.

Ist die Sitzposition für den Alltag zu sportlich?

Geteiltes Bild: Ein Langzeitfahrer schätzt genau die Position, die andere zu Handgelenk- und Rückenschmerzen bringt. Die Lösung ist in beiden Fällen dieselbe: Lenkerposition und -höhe anpassen.

Wie zuverlässig ist die Thruxton wirklich?

Die alte 900er gilt als sehr langlebig, teils über 100’000 Kilometer ohne Auffälligkeiten. Die 1200 R hatte im 50’000-Kilometer-Dauertest mehrere Garantiefälle – alle behoben, der Fahreindruck blieb trotzdem hervorragend.

Was kostet Service und Wartung ungefähr?

Eine belastbare Schweizer Preisliste haben wir nicht recherchiert. Ventilspiel-Kontrolle, Ölwechsel und Bremsflüssigkeitswechsel sind planbare Arbeiten – die aktuellen Preise erfährst du direkt in unserer Werkstatt.

Was ist der bekannte Laderegler-Defekt aus den Foren?

Der Original-Laderegler hält die Ladespannung bei höherer Drehzahl nicht, was zu Startproblemen führt. Abhilfe schafft ein MOS-FET-Ersatzregler für rund CHF 115.

Jetzt verfügbar:

Du liebäugelst mit einer Triumph Thruxton als Occasion? Ob der Preis fair ist, hängt stark vom Alter ab – wie viel ein Motorrad mit den Jahren an Wert verliert und wann der Kauf am günstigsten ist, zeigt unser Wertverlust-Ratgeber. Worauf du bei Papieren, Technik und Probefahrt achten solltest, fasst die Occasion-Checkliste für die Schweiz Schritt für Schritt zusammen.

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