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1959 | 5,800 km | 34 kw

Norton

DOMINATOR 99

CHF 9'900 ab CHF 168 mtl.

Norton Motorräder – vom Featherbed-Rahmen bis zum V4

Norton fing 1898 ohne Motorräder an. James Lansdowne Norton gründete in Birmingham einen Betrieb für Teile und Zubehör des Zweiradhandels. Ab 1902 baute die Firma Motorräder mit zugekauften Motoren aus Frankreich und der Schweiz, 1908 kam der erste eigene Motor dazu. Dazwischen liegt der Sieg, mit dem die Renngeschichte beginnt: 1907 gewann Rem Fowler auf einer Norton mit Peugeot-Motor die Zweizylinderklasse der ersten Tourist Trophy auf der Isle of Man.

Die Besitzer wechselten danach mehrfach. 1953 kaufte Associated Motor Cycles die Firma, nach deren Insolvenz entstand 1966 Norton-Villiers, 1973 Norton Villiers Triumph. 1977 lief die letzte Commando vom Band. 2008 erwarb der Brite Stuart Garner die Namensrechte und startete in Donington Park neu, im Januar 2020 ging sein Unternehmen in die Insolvenzverwaltung. Seit April 2020 gehört Norton der indischen TVS Motor Company. Der Hauptsitz liegt heute in Solihull in den West Midlands.


Was eine Norton ausmacht

Bei den klassischen Norton ist es der Rahmen. 1949 boten die Brüder Rex und Cromie McCandless aus Belfast dem Werk eine neue Konstruktion für die 500er-Rennmaschine an. Der Rennfahrer Harold Daniell sagte nach den Tests 1950, verglichen mit dem alten Rahmen fahre sie sich wie auf einem Federbett. Der Name blieb: Featherbed. Später setzten Café-Racer-Bauer Triumph-Zweizylinder in diesen Rahmen, die bekannteste dieser Kombinationen heisst Triton.

Heute steht der Name für zwei sehr verschiedene Arten von Motorrad. Die Klassiker aus Birmingham sind luftgekühlte Paralleltwins mit Stossstangen-Ventiltrieb, bei der Dominator mit Vierganggetriebe und Trommelbremsen. Die neuen Modelle unter TVS haben mit dieser Technik nichts mehr gemeinsam. Bevor du nach einer Norton suchst, lohnt sich deshalb die Frage, welche von beiden du meinst: einen Töff aus den Fünfziger- und Sechzigerjahren oder ein aktuelles Modell.


Die Norton-Modellwelt

Dominator – der Zweizylinder der Nachkriegszeit

Bert Hopwood, zuvor im Entwicklungsteam der Triumph Speed Twin, konstruierte den Motor 1947 und 1948. Mitte 1949 kam das Model 7 mit 497 cm³ in den Verkauf. 1951 folgte das Model 88 im Featherbed-Rahmen, zuerst für den Export, ab 1953 auch in Grossbritannien. Die Dominator 99 mit knapp 600 cm³ wurde im September 1955 vorgestellt und bis 1962 in der Bracebridge Street in Birmingham gebaut. Ab dem Modelljahr 1960 bekam der Rahmen vorne am Sitz schmalere Rohre, bekannt als «Slimline», damit auch kleinere Fahrerinnen und Fahrer besser auf den Boden kommen.

Commando – der Twin in Gummilagern

Die Commando stand 1967 an der Earls Court Show, die ersten Serienmaschinen kamen im März 1968. Ihr Motor geht auf Hopwoods Zweizylinder zurück und hat 745 cm³, ab 1973 828 cm³. Neu war der Isolastic-Rahmen: Der Motor sitzt in Gummilagern, damit seine Vibrationen nicht bei dir ankommen. Die britische Zeitung Motor Cycle News wählte die Commando von 1968 bis 1972 fünfmal in Folge zur Maschine des Jahres. Gebaut wurde sie bis 1977.

Manx R und Manx – die neuen V4

Die Manx R ist das Spitzenmodell der neuen Reihe: ein verkleideter Sportler mit V4-Motor und 1200 cm³, für den Norton 206 hp angibt. Die Manx ist die unverkleidete Variante mit demselben Motor.

Atlas und Atlas GT – die Mittelklasse

Atlas hiess schon in den Sechzigerjahren ein Norton-Twin mit 745 cm³. Die neue Atlas hat einen flüssigkeitsgekühlten Paralleltwin mit 585 cm³ in einem Gitterrohrrahmen aus Stahl. Die Atlas rollt auf Speichenrädern mit 19 und 17 Zoll, die Atlas GT auf 17-Zoll-Gussrädern.


Norton bei Moto Center Winterthur

Norton führen wir als Occasion. Vertragshändler der Marke sind wir nicht. Welche Fahrzeuge gerade da sind, siehst du in der Liste auf dieser Seite.

Eine Norton aus der Birminghamer Zeit lässt sich nach Fotos schlecht beurteilen. Komm nach Winterthur, schau dir die Maschine in Ruhe an und stell uns deine Fragen dazu. Deinen bisherigen Töff kannst du auf Wunsch eintauschen.

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