BMW F850 GS
BMW F850 GS
BMW F850 GS kaufen – Occasion in Winterthur
Seit 2023 baut BMW die F850 GS nicht mehr neu – die Nachfolgerin F900 GS übernimmt mit 895 statt 853 Kubikzentimetern Hubraum, 105 statt 95 PS und rund 14 Kilogramm weniger Gewicht ihren Platz im Programm. Wer die F850 GS heute sucht, findet sie deshalb nur noch als Occasion, und das ist kein Nachteil: Bei uns in Winterthur steht sie regelmässig im Bestand, teils offen mit 70 kW, teils auf 35 kW gedrosselt. Der wassergekühlte Reihenzweizylinder mit 90°-Kurbelversatz löste 2018 die alte F800 GS ab. Dieser Text zeigt, was zwei amtliche Rückrufe für Baujahr 2018 bedeuten, warum ein Tempomat auf Langstrecken Fans macht, wo der kleine Tank an seine Grenzen kommt – und wie sich die F850 GS gegen Ténéré 700 und Honda XL750 Transalp schlägt.| F850 GS | 2018–2020 | 2021–2023 (Facelift) |
| Leistung | 70 kW / 95 PS bei 8’250/min | 70 kW / 95 PS bei 8’250/min |
| Drehmoment | 92 Nm bei 6’250/min | 92 Nm bei 6’250/min |
| Gewicht fahrfertig | 229 kg | 229 kg |
| Sitzhöhe | 860 mm | 860 mm |
| Tank | 15 Liter (Reserve ca. 3,5 l) | 15 Liter (Reserve ca. 3,5 l) |
| Verbrauch (Werk) | 4,1 l/100 km | 4,1 l/100 km |
| Serienausstattung | ABS, DTC & ABS Pro optional | ABS Pro & DTC serienmässig, 6,5″-TFT, USB |
Occasion ab: ab CHF 10’500
853 ccm, 95 PS – und trotzdem auch mit 35 kW zu haben
853 Kubikzentimeter Hubraum und 70 kW/95 PS bei 8’250 Umdrehungen leistet der Paralleltwin der F850 GS ab Werk – dieselbe Maschine gibt es aber auch als 35-kW-Variante mit 48 PS und 63 Nm bei 6’500/min zu kaufen. Mit 229 Kilogramm fahrfertigem Gewicht ergibt das gedrosselte Modell ein Leistungsgewicht von 0,153 kW pro Kilogramm – deutlich unter der Schweizer Grenze für die Kategorie A mit Leistungsbeschränkung von 0,20 kW/kg. Bei uns steht die F850 GS entsprechend sowohl offen als auch gedrosselt im Angebot – beides dieselbe Maschine, physisch nicht ab Werk gedrosselt. Wir drosseln erst nach dem Kauf auf Wunsch, die Kosten dafür stecken im Preis der gedrosselten Variante. 2021 bekam der Motor ein Facelift auf Euro 5, die Leistung blieb unverändert – dafür kamen ABS Pro (Kurven-ABS), Dynamic Traction Control und ein 6,5-Zoll-TFT-Display serienmässig statt als Aufpreis-Optionen dazu.F 850 GS oder F 750 GS – welche GS passt zu dir
77 PS und eine um 45 Millimeter tiefere Sitzhöhe unterscheiden die F750 GS von ihrer grösseren Schwester. Mit 57 kW/77 PS, 83 Nm, einer konventionellen 41-mm-Telegabel und einem 19-Zoll-Gussrad vorn ist die F750 GS der niedrigere, strassenorientierte Einstieg in dieselbe Baureihe – Sitzhöhe 815 statt 860 mm. Die F850 GS kontert mit einer 43-mm-USD-Gabel, einem 21-Zoll-Speichenrad vorn und mehr Leistungsreserve für alle, die auch abseits der Strasse unterwegs sein wollen. Wer zwischen den beiden nicht sicher ist, spürt den Unterschied am ehesten bei einer Probefahrt – auf dem Papier liegen nur wenige Zentimeter und PS dazwischen, im Sattel wirkt der Unterschied deutlicher.Was bei Baujahr 2018 im Serviceheft stehen sollte
Zwei amtliche Rückrufe aus den Jahren 2018 und 2020 betreffen ausgerechnet die ersten F850-GS-Baujahre. Im August 2018 wurden unter der Rückrufnummer 8062 Fahrzeuge aus der Produktion vom 18. Juni bis 3. Juli 2018 zurückgerufen, weil das Rad der Ölpumpe nicht korrekt verschraubt sein konnte – im schlimmsten Fall bricht die Ölversorgung zusammen. 2020 folgte Rückruf 8415 wegen fehlerhaft verschraubter Pleuel bei Baujahr-2018-Maschinen. Dazu kommt ein Thema, das in Werkstattkreisen bekannt ist: Bei frühen 850er-Motoren wurde erhöhter Ölverbrauch dokumentiert, in Einzelfällen bis zu einem Liter auf 1’000 Kilometer, mit Motortausch unter Garantie als Konsequenz. Wer eine Occasion mit Erstauslieferung Sommer 2018 anschaut, prüft das Serviceheft deshalb gezielt auf beide Rückrufnummern. Trotzdem: Auf die direkte Frage, ob sie ihre F850 GS wieder kaufen würden, antworten langjährige Besitzer in einschlägigen Foren mehrheitlich ohne Zögern mit Ja – die Kinderkrankheiten der ersten Serie halten die grundsätzliche Zuneigung zur Maschine offenbar nicht auf.Der Tempomat, den niemand mehr missen will
Der Tempomat der F850 GS ist bei der Yamaha Ténéré 700 in der Basisversion schlicht nicht vorhanden – ein Detail, das Vielfahrer besonders zu schätzen wissen: Wer einmal mit Tempomat unterwegs war, will ihn auf langen Autobahnetappen nicht mehr missen. Auch im Gelände zahlt sich das Fahrwerk aus: Im direkten Vergleich mit der grossen Schwester BMW 1250 GS berichten Fahrer, dass sich das Vorderrad der F850 GS bei Offroad-Trainings ruhiger verhält und weniger zum Einfedern neigt – ein handfester technischer Vorteil der kleineren Maschine, keine reine Gewichtsfrage. Nicht jedes Detail am Cockpit überzeugt gleichermassen: Die Steckdose sitzt direkt neben dem Display, für viele Fahrer ein unpraktischer Ort, und der serienmässige Vorderreifen macht sich bei manchen Exemplaren mit einem hörbaren Pfeifgeräusch bemerkbar. Kleinigkeiten, die den Gesamteindruck aber kaum trüben.Kurzes Windschild, kleiner Tank – was du bei Langstrecken einplanst
Nach rechnerisch 350 bis 370 Kilometern zeigt der Bordcomputer der F850 GS Reserve – 15 Liter Tankinhalt bei einem Werksverbrauch von 4,1 Litern auf 100 Kilometer ergeben diese Reichweite, wer sportlicher fährt, tankt entsprechend früher. Dazu kommt ein Windschild, das ab rund 80 km/h an seine Grenzen stösst und auf der Autobahn spürbar mehr Fahrtwind durchlässt als grössere Verkleidungen im Segment. Wer mehr Reichweite und Windschutz will, findet das in der F850 GS Adventure mit 23-Liter-Tank und grösserer Verkleidung. Trotzdem bleibt die Bilanz bei den Besitzern positiv: Ein Schweizer Testfahrer beschreibt den Motor als einen, der seine Arbeit ohne jede Schwäche verrichtet, und lobt die Präzision der Lenkung dank des 21-Zoll-Frontrads. Der kleine Tank wird für viele Langstreckenfahrer so zur Randnotiz, weil der sparsame Verbrauch die geringere Literzahl grösstenteils kompensiert.Was ein 20’000-km-Service beinhaltet
Ab 20’000 Kilometern steht bei der F850 GS zusätzlich zur gewohnten Ölwechsel-Routine die Ventilspielkontrolle an – ein spürbar aufwändigerer Eingriff als der reguläre 10’000er-Service. Alle 10’000 Kilometer oder einmal jährlich, je nachdem was zuerst eintritt, wechseln Motoröl und Ölfilter, dazu kommen Prüfungen von Luftfilter und Bremsanlage. Die Einfahrkontrolle nach rund 1’000 Kilometern dauert erfahrungsgemäss 75 bis 90 Minuten und umfasst Ölstand, Dichtheit sowie eine Sicherheitsprüfung von Bremsen, Licht, Elektrik und Reifen. Serienreifen wie der Continental Trail Attack 3 halten je nach Fahrweise 13’000 bis 20’000 Kilometer. Was Einfahrkontrolle, Regelservice und der grosse 20’000er-Service bei uns konkret kosten, sagt dir am zuverlässigsten unsere eigene Werkstatt – dort kennt man die Maschine und die aktuellen Preise für Teile und Arbeit.Vergleichbare Modelle zur BMW F850 GS
Zwei Reiseenduros tauchen im direkten Vergleich mit der F850 GS regelmässig auf.| Modell | Leistung | Gewicht | Occasion ab | Spricht dafür | Spricht dagegen |
| BMW F850 GS | 70 kW / 95 PS | 229 kg | CHF 10’500 | Tempomat & ABS Pro serienmässig | Tank nur 15 Liter |
| Yamaha Ténéré 700 | 72 PS | – | – | Leichter, geländefokussiert | Kein Tempomat in Basisversion |
| Honda XL750 Transalp | 92 PS | – | – | Mehr Federweg vorn, moderner | Erst seit 2023 im Handel |
Unsere BMW F850 GS in Winterthur
Ob dir die F850 GS offen mit 95 PS oder gedrosselt auf 35 kW liegt, klärst du am einfachsten selbst im Sattel. Bei uns in Winterthur steht die BMW F850 GS regelmässig im Angebot, eingebettet in unsere Übersicht der Reiseenduros bis 35 kW. Eine Probefahrt ist schnell vereinbart, unsere Occasionen stehen vor Ort bereit.Häufige Fragen zur BMW F850 GS
F850 GS oder F750 GS – was ist der Unterschied?
Die F750 GS leistet 57 kW/77 PS statt 70 kW/95 PS, hat eine konventionelle 41-mm-Gabel statt einer USD-Gabel und eine um 45 mm tiefere Sitzhöhe. Sie ist der strassenorientierte Einstieg in dieselbe Baureihe, die F850 GS die Maschine mit mehr Offroad-Anspruch und Leistungsreserve.
Gibt es die F850 GS gedrosselt für den Schweizer Ausweis mit Leistungsbeschränkung?
Ja, ab Werk mit 35 kW/48 PS und 63 Nm. Bei uns steht die F850 GS entsprechend sowohl offen als auch gedrosselt im Angebot.
Hat die F850 GS bekannte Probleme, auf die ich beim Gebrauchtkauf achten muss?
Ja: zwei amtliche Rückrufe für Baujahr 2018 (Ölpumpe, Pleuelverschraubung) sowie ein bekanntes Thema erhöhten Ölverbrauchs bei frühen Motoren. Serviceheft entsprechend prüfen.
Reicht der 15-Liter-Tank für längere Touren?
Rechnerisch für rund 350 bis 370 Kilometer, je nach Fahrweise auch weniger. Wer mehr Reichweite will, findet sie in der F850 GS Adventure mit 23-Liter-Tank.
F850 GS oder Ténéré 700/XL750 Transalp – was rechtfertigt den Preisunterschied?
Die F850 GS bringt Tempomat, ABS Pro und Dynamic Traction Control serienmässig oder paketiert mit, während die japanische Konkurrenz schlanker ausgestattet, aber günstiger im Neupreis ist.
Was kostet der grosse 20’000-km-Service ungefähr?
Ab 20’000 Kilometern kommt zur Ölwechsel-Routine die Ventilspielkontrolle dazu – spürbar aufwändiger als der 10’000er-Service. Den aktuellen Preis für Teile und Arbeit nennt dir am zuverlässigsten unsere eigene Werkstatt.
Jetzt verfügbar:
Aktuell 2 F850 GS verfügbar
Wir zeigen dir zusätzlich 8 passende Alternativen, damit du mehr Auswahl hast.
Du liebäugelst mit einer BMW F850 GS als Occasion? Ob der Preis fair ist, hängt stark vom Alter ab – wie viel ein Motorrad mit den Jahren an Wert verliert und wann der Kauf am günstigsten ist, zeigt unser Wertverlust-Ratgeber. Worauf du bei Papieren, Technik und Probefahrt achten solltest, fasst die Occasion-Checkliste für die Schweiz Schritt für Schritt zusammen.