Honda X-ADV 750
Honda X-ADV 750
Honda X-ADV 750 kaufen – Occasion in Winterthur
Zwischen Roller-Sitzhaltung und Motorrad-Fahrwerk hat sich die Honda X-ADV 750 eine eigene Kategorie gebaut, die es sonst kaum gibt. Bei uns in Winterthur steht die Honda X-ADV regelmässig im Bestand, oft in beiden Varianten – offen und mit 35 kW. Dieser Text erklärt, warum es die X-ADV nie mit Kupplung gab, wo ihre 165 Millimeter Bodenfreiheit im Gelände enden, was der 22-Liter-Stauraum unter der Sitzbank wirklich fasst, und wie sie sich gegen die Honda Forza 750 und zwei weitere Roller-Konkurrenten schlägt.| X-ADV 750 | 2017–2020 | 2021–2024 | 2025–2027 |
| Leistung | 54–55 PS / 39,4–40 kW | 59 PS / 43,1 kW | 58,6 PS / 43,1 kW |
| Drehmoment | 68 Nm | 69 Nm bei 4’750/min | 69 Nm bei 4’750/min |
| Gewicht fahrfertig | 238 kg | 236 kg | 237 kg |
| Sitzhöhe | 820 mm | 820 mm | 820 mm |
| Tank | 13–13,1 l | 13,2 l | 13,2 l |
| Verbrauch (Werk) | 3,6 l/100 km | 3,0–3,6 l/100 km | 3,6 l/100 km |
Neupreis: ab CHF 14’450
Occasion ab: ab CHF 9’500
Roller oder Motorrad? Die X-ADV bleibt bei beidem
Motorrad oder Roller ist bei der X-ADV keine Entweder-oder-Frage: Tiefer Durchstieg und ein 15-Zoll-Hinterrad sehen nach Roller aus, während breiter Lenker, 58,6-PS-Zweizylinder und eine einstellbare Upside-down-Gabel eindeutig aus der Motorradwelt stammen. Honda selbst listet sie im eigenen Modellprogramm unter „Adventure“, direkt neben der Africa Twin. Dass 237 Kilogramm Gewicht und ein Neupreis um 14’450 Franken in Tests wiederholt als hoch bemängelt werden, ist deshalb kein Widerspruch zum Verkaufserfolg, sondern der Preis für genau diese Doppelrolle: Fahrer, die auf langen Strecken sowohl entspannt sitzen als auch zügig durch Kurven fahren wollen, nehmen das Mehrgewicht bewusst in Kauf – die Sitzposition kommt vom Roller, das Fahrverhalten vom Motorrad.A oder A beschränkt: Welcher Ausweis zur X-ADV passt
Für die X-ADV reicht kein Rollerausweis – gefahren wird sie mit der vollen Kategorie A oder mit A beschränkt (in der Schweiz die korrekte Bezeichnung, „A2″ ist nur der EU-Begriff), und Honda selbst führt sie in der eigenen 35-kW-Modellreihe neben CB750 Hornet, XL750 Transalp und NC750X. Die A-beschränkt-Version leistet 35 kW respektive 48 PS bei 6’000/min, bei identischem Verbrauch und 165 km/h Höchstgeschwindigkeit. Nach zwei Jahren steigst du ohne weitere Prüfung in die unbeschränkte Kategorie A auf. Bei uns steht die X-ADV entsprechend regelmässig sowohl offen als auch mit 35 kW im Angebot – dieselbe Maschine, die wir auf Wunsch nach dem Kauf drosseln; die Kosten dafür stecken im Preis der gedrosselten Variante. Welche Version zu deinem Ausweis passt, klärst du am schnellsten bei einer Probefahrt.Ausschliesslich DCT: Die X-ADV kennt keine Kupplung
Eine Kupplung gab es bei der X-ADV zu keinem Zeitpunkt – anders als bei der Schwester NC750X, die wahlweise mit Schaltgetriebe oder DCT zu haben ist. Das 6-Gang-Doppelkupplungsgetriebe schaltet vollautomatisch oder per Wippe manuell, seit 2021 mit überarbeiteter Elektronik und vier festen Fahrmodi (Rain, Standard, Gravel, Sport) plus einem konfigurierbaren User-Modus. Beim Modelljahr 2021 gab es allerdings eine Kinderkrankheit: Bei kaltem Motor konnte das Getriebe beim Anfahren ruckeln und den Motor abwürgen, ein Problem, das mit der Einspritzsoftware zusammenhing und über eine offizielle Rückrufaktion behoben wurde. Seit dem Facelift 2025 ist genau das niedrige Tempo eines der am stärksten verbesserten Themen: Feet-up-Wenden und Schrittgeschwindigkeit laufen jetzt spürbar ruhiger. Wer das Doppelkupplungsgetriebe einmal probiert hat, fragt sich meist rasch, warum nicht mehr Hersteller ein vergleichbares System anbieten – Umsteiger vermissen die Handschaltung erfahrungsgemäss kaum, behalten mit der Wippe aber jederzeit die Möglichkeit zum Selbsteingreifen.165 Millimeter Bodenfreiheit: Wie weit die X-ADV ins Gelände trägt
165 Millimeter Bodenfreiheit reichen für Schotter-, Feld- und Waldwege, nicht aber für ernsthaftes Geländefahren. Die kleinen 17-/15-Zoll-Räder und die strassenorientierte Bereifung stossen dort rasch an ihre Grenzen, und mit 237 Kilogramm lässt sich die X-ADV auch nicht mehr so leicht aus dem Schlamm heben wie eine echte Enduro. Ab Werk stehen Trittbretter wie bei einem Roller zur Verfügung, keine Fussrasten zum Stehen – wer im Stehen fahren will, braucht dafür einen nachgerüsteten Rastensatz. Realistisch eingeordnet heisst „Adventure“ bei der X-ADV also Feld-, Wald- und Schotterwege, Wiesen und Strände – nicht Hardcoreenduro oder Motocross.22 Liter unter der Sitzbank: Stauraum, Tank und Sitzhöhe im Alltag
22 Liter Stauraum unter der Sitzbank mit eigenem USB-C-Ladeanschluss machen die X-ADV zum Pendelfahrzeug mit Nutzwert, dazu kommen ein 5-Zoll-TFT-Display mit Honda-RoadSync- Smartphone-Anbindung, LED-Doppelscheinwerfer und seit dem Facelift 2025 ein serienmässiger Tempomat. Der Tank fällt mit 13,2 Litern für ein Reisefahrzeug seiner Klasse eher knapp aus: Bei zügiger Fahrweise leuchtet die Reservelampe schon nach rund 160 Kilometern, bei ruhigerer Fahrt sind 200 bis 250 Kilometer drin. Wer die X-ADV trotzdem für lange Tagesetappen nutzt, tut das wegen der Kombination aus Sitzkomfort und Vielseitigkeit: Berichtet wird von Tagesetappen über 1’000 Kilometern mit Gepäck, bei denen Autobahn, Stadtverkehr, Landstrasse und Schotterwege gleichermassen gut funktionieren. Die Sitzhöhe von 820 Millimetern hängt dabei weniger von der Körpergrösse als von der Schrittlänge ab: Manche Fahrer um 1,70 Meter kommen problemlos mit beiden Füssen auf den Boden, andere mit kürzerer Schrittlänge greifen zu einer rund 35 Millimeter tieferlegenden Zubehörlösung.Vergleichbare Modelle zur X-ADV
Drei Maschinen tauchen in Tests und Vergleichen regelmässig neben der X-ADV auf.| Modell | Leistung | Gewicht | Occasion ab | Spricht dafür | Spricht dagegen |
| Honda X-ADV 750 | 58,6 PS / 43,1 kW | 237 kg | CHF 9’500 | Mehr Federweg, mehr Bodenfreiheit | Tank nur 13,2 Liter |
| Honda Forza 750 | – | – | – | Tieferer Sitz, besserer Windschutz | Weniger Federweg, kein Geländeanspruch |
| Kymco AK 550 | – | – | CHF 6’300 | Deutlich günstiger | Kein Adventure-Konzept, wenig Bodenfreiheit |
| BMW C 400 GT | 34 PS | – | CHF 6’900 | Günstiger Stadtroller | Nur 350 ccm, kein Geländeanspruch |
Was du bei einer X-ADV-Occasion prüfst
- Steuergerät, Baujahr 2017/2018. Bei anhaltend langsamer Fahrt und hohen Aussentemperaturen konnte das Kontrollmodul überhitzen und die Motorsteuerung ins Notlaufprogramm schicken. Der Rückruf tauscht das Modul – bei diesem Baujahr lohnt sich die Nachfrage, ob das erledigt ist.
- Einspritzsoftware, Baujahr 2021. Eine fehlerhafte Kraftstoffzuteilung konnte den Motor beim Bremsen oder bei schnellem Gasgeben abwürgen lassen. Die kostenlose Software-Korrektur behebt das – im Serviceheft nachsehen, ob sie gemacht wurde.
- Elektronisches Lenkschloss, Baujahre 2020–2022. Weltweit über 34’000 betroffene Fahrzeuge: Eine Fehlstellung im Schaltrad konnte die Lenksperre blockieren, der Rückruf tauscht das mechanische Schlossteil.
- Reifen. Der Vorderreifen verschleisst bei sportlicher Fahrweise deutlich schneller als der Hinterreifen – teils schon nach rund 4’000 statt 9’000 Kilometern. Ein Blick aufs Profil vorne lohnt sich bei jeder Occasion.
- Kettensatz. Bei guter Pflege mit regelmässigem Schmieren hält ein Kettensatz erfahrungsgemäss 25’000 bis 30’000 Kilometer; das Original-Übertragungskit kostet als Teil rund 120 Euro. Lass Zustand und Spannung bei der nächsten fälligen Inspektion in unserer eigenen Werkstatt prüfen, dort bekommst du auch den aktuellen Preis für Teile und Arbeit.
- Serviceintervalle. Erstinspektion nach 1’000 Kilometern, danach Ölwechsel alle 12’000 Kilometer oder jährlich, bei 24’000 Kilometern eine grössere Inspektion mit Luftfilterwechsel sowie Prüfung von Zündkerzen und Kraftstoffdampf-Rückführsystem.
Häufige Fragen zur Honda X-ADV
Ist die X-ADV ein Roller oder ein Motorrad?
Fahrdynamisch beides zugleich – Rollersitzposition und 15-Zoll-Hinterrad treffen auf Motorradfahrwerk und -leistung. Honda selbst führt sie unter „Adventure“, nicht unter Rollern.
Welchen Führerschein brauche ich für die X-ADV?
Die volle Kategorie A oder A beschränkt mit der auf 35 kW drosselbaren Version – Honda Schweiz führt die X-ADV offiziell in der eigenen 35-kW-Modellreihe.
Wie weit trägt sie im Gelände wirklich?
Schotter-, Feld- und Waldwege sind kein Problem, für ernsthaftes Geländefahren fehlen Bodenfreiheit-Reserven, die Reifen sind strassenorientiert und das Gewicht ist mit 237 Kilogramm zu hoch.
Komme ich mit 1,70 Meter Körpergrösse bei 820 Millimetern Sitzhöhe zurecht?
Das hängt stärker von der Schrittlänge als von der Körpergrösse ab – manche 1,70-Meter-Fahrer kommen problemlos zurecht, andere nutzen eine Tieferlegung.
Wie viel kostet die Inspektion ungefähr?
Die Intervalle liegen bei 1’000, 12’000 und 24’000 Kilometern; den aktuellen Preis für Teile und Arbeit nennt dir unsere eigene Werkstatt.
Hält das DCT-Getriebe auch über 50’000 Kilometer?
Ja, mehrere unabhängige Langzeitfahrer melden bei 76’000 bis 84’000 Kilometern keine nennenswerten Motor- oder DCT-Probleme.
X-ADV oder Forza 750 – was ist der Unterschied?
Seit 2025 teilen sich beide denselben Motor. Die X-ADV bringt mehr Federweg und eine höhere Sitzhöhe fürs Grobe, die Forza ist im Stadtverkehr komfortabler mit tieferem Sitz und besserem Windschutz.
X-ADV-Occasionen bei uns in Winterthur
Ob offen oder auf 35 kW gedrosselt, ob als Alltagsroller oder für die lange Tour mit Gepäck – am besten setzt du dich einfach drauf. Eine Probefahrt ist schnell vereinbart, unsere Motorrad-Occasionen stehen vor Ort bereit.Jetzt verfügbar:
Aktuell 4 X-ADV 750 verfügbar
Wir zeigen dir zusätzlich 1 passende Alternativen, damit du mehr Auswahl hast.
Du liebäugelst mit einer Honda X-ADV 750 als Occasion? Ob der Preis fair ist, hängt stark vom Alter ab – wie viel ein Motorrad mit den Jahren an Wert verliert und wann der Kauf am günstigsten ist, zeigt unser Wertverlust-Ratgeber. Worauf du bei Papieren, Technik und Probefahrt achten solltest, fasst die Occasion-Checkliste für die Schweiz Schritt für Schritt zusammen.