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Husqvarna 701 Enduro

Husqvarna 701 Enduro

Husqvarna 701 Enduro

Husqvarna 701 Enduro kaufen – Occasion in Winterthur

Die Husqvarna 701 Enduro sieht aus wie eine reinrassige Geländemaschine, trägt ihren Tank aber nicht dort, wo man ihn erwartet. Bei uns in Winterthur findest du sie regelmässig in unserem Angebot an Enduro- und Supermoto-Modellen – offen und mit reduzierter Leistung für den Ausweis A mit Leistungsbeschränkung, oft beide Varianten gleichzeitig. Dieser Text erklärt, warum der Tank im Heck sitzt, weshalb wir sie auf 31 statt auf 35 Kilowatt drosseln, wie ehrlich die Sitzhöhen-Angabe im Prospekt wirklich ist – und worauf du bei einer gebrauchten 701 achtest.
701 Enduro2017–20202021–20242025
Leistung74 PS / 54 kW74 PS / 54 kW79 PS / 58,1 kW
Gewicht fahrfertig156 kg156–157 kg161 kg
Sitzhöhe (Prospekt)950 mm920–925 mm935 mm
Tank13 Liter13 Liter13,3 Liter
Wartungsintervalle10’000 km / 1 Jahr10’000 km / 1 JahrÖl 15’000 km, Ventile 30’000 km

Neupreis: ab CHF 12’990
Occasion ab: ab CHF 9’000

Ab April 2026 rollt die nächste Generation der 701 Enduro mit 78 PS, weiter verlängerten Wartungsintervallen und einem neuen Rally-Modus mit regelbarem Hinterradschlupf in den Handel. Die Tabelle oben zeigt die Generationen davor, wie sie über die letzten Jahre gebaut wurden.

Enduro oder Supermoto — dieselbe Basis, zwei Welten

Enduro und Supermoto teilen sich bei der 701 Rahmen und Motor, trennen sich aber beim Federweg: 250 Millimeter vorn und hinten bei der Enduro gegen 215 respektive 240 Millimeter bei der Supermoto. Die restlichen Unterschiede – Reifen, Bremsscheibe, Radstand, Sitzhöhe – zeigt die Tabelle unten auf einen Blick.
701 Enduro701 Supermoto
Federweg v/h250 / 250 mm215 / 240 mm
Reifen90/90-21, 140/80-18 (Gelände)Strassenreifen
Bremse vorn300 mm320 mm
Radstand1’504 mm1’470 mm
Sitzhöhe (Prospekt)910 mm890 mm
Nur bei der Enduro bieten wir eine gedrosselte Variante für den Ausweis A mit Leistungsbeschränkung an – die 701 Supermoto verkaufen wir ausschliesslich offen, weil sie laut eigener Modellseite keine Version für diesen Ausweis vorsieht. Wer zwischen den beiden Welten schwankt, klärt die Wahl am besten mit einer Probefahrt beider Fahrwerks-Charaktere.

Der Tank sitzt im Heck

Der Tank der 701 Enduro liegt nicht über dem Motor wie bei den meisten Töffs, sondern als selbsttragendes Bauteil im Rahmenheck – einteilig gespritzt aus glasfaserverstärktem Polyamid, 5,2 Kilogramm Eigengewicht. Das drückt den Schwerpunkt tief und weit nach vorne, was der Maschine ein für eine Enduro ungewöhnlich handliches Fahrverhalten gibt – genau das, was Fahrer an ihr schätzen. Die Kehrseite: 13 bis 13,3 Liter reichen im Werksdurchschnitt für rund 309 bis 310 Kilometer, in der Praxis auch mal rund 371 – auf längeren Touren heisst das häufiger tanken als bei mancher anderen Reiseenduro. Wer mehr Reichweite will, kann nachrüsten: Ein Umrüstsatz mit Zusatztank, Blenden, Schläuchen, zusätzlichem Lüfter und angepasster Sitzbank bringt das Gesamtvolumen auf 25 Liter, für rund 2’000 Euro über den Handel, in zwei Ausführungen für die Baujahre 2016–2019 und ab 2020.

31 statt 35 kW — warum die A-beschränkte Version leichter drosseln muss

31 statt 35 Kilowatt drosselt Moto Center Winterthur die 701 Enduro für den Ausweis A mit Leistungsbeschränkung – schwächer, als das Gesetz allein über die Kilowatt-Grenze erlauben würde. In der Schweiz heisst diese Kategorie offiziell so, „A2″ ist nur der EU-Begriff dafür, und sie verlangt zwei Bedingungen gleichzeitig: maximal 35 kW und zusätzlich maximal 0,20 kW pro Kilogramm Leergewicht. Bei einem fahrfertigen Gewicht von rund 155 bis 161 Kilogramm ergibt die Gewichtsgrenze rechnerisch nur 31,0 bis 32,2 Kilowatt – bei der 701 Enduro ist also nicht die 35-kW-Grenze das Nadelöhr, sondern das Leistungsgewicht. Genau diese Rechnung zeigt sich in unseren eigenen Drosselwerten: 31 kW für die leichtere, 32 kW für die schwerere Variante. Wichtig zu wissen: Die Maschinen stehen bei uns offen im Angebot, physisch nicht ab Werk gedrosselt. Wir drosseln erst nach dem Kauf auf Wunsch, die Kosten dafür stecken bereits im Preis der gedrosselten Variante. Bei der Schwester 701 Supermoto gibt es diese Option gar nicht – dort verkaufen wir ausschliesslich unbeschränkte Fahrzeuge. Welche Variante zu deinem Ausweis passt, klärst du am einfachsten bei einer Probefahrt.

Sitzhöhe: für wen sie passt, für wen nicht

Die Sitzhöhe der 701 Enduro schwankt in der Werksangabe zwischen 901 und 950 Millimetern je nach Baujahr – und selbst diese Zahl wird im eigenen Besitzerkreis angezweifelt. Mehrere Fahrer messen an ihren Maschinen im Neuzustand und vollgetankt eher 950 statt der offiziell genannten 910 Millimeter und vermuten, die niedrigere Zahl sei von der baugleichen KTM 690 Enduro übernommen worden. Fahrer um 1,80 Meter Körpergrösse berichten, mit geradem Sitz nur mit den Zehenspitzen beider Füsse gleichzeitig den Boden zu erreichen. Wer kürzer ist, findet im Zubehörhandel Tieferlegungssätze. Gleichzeitig gilt die 701 im selben Besitzerkreis als sehr anfängerfreundlich, gedrosselt wie offen – die Sitzhöhe schreckt also nicht jeden ab, sondern trifft vor allem Fahrer unter rund 1,80 Metern besonders deutlich.

Vergleichbare Modelle zur Husqvarna 701 Enduro

Zwei Maschinen tauchen beim Vergleich mit der 701 Enduro regelmässig auf: die werksverwandte KTM 690 Enduro R und die drehmomentstarke Yamaha Ténéré 700.
ModellLeistungGewichtOccasion abSpricht dafürSpricht dagegen
Husqvarna 701 Enduro74–79 PS / 54–58 kW155–161 kgCHF 9’000Leicht, wendig im GeländeTank nur 13 Liter
KTM 690 Enduro R––CHF 9’50010 mm tiefere SitzhöheGeländeorientierter, weniger Strassenkomfort
Yamaha Ténéré 700–205 kgCHF 8’50023-Liter-Tank ab Werk45–50 kg schwerer
Die KTM 690 Enduro R teilt sich seit 2016 Rahmen und Motor mit der 701 – der Unterschied liegt im Feintuning: geländeorientierter bei der KTM, strassenorientierter bei der Husqvarna mit zusätzlichem Sitzbankpolster, das die Sitzhöhe rund 10 Millimeter anhebt. Beim Neupreis liegen beide 2025/2026 praktisch gleichauf bei CHF 12’990, auf dem Occasionsmarkt ist die KTM mit jüngeren Jahrgängen ab rund CHF 9’500 zu finden. Für Fahrer, die im Gelände etwas mehr Reserven wollen und mit der tieferen Sitzhöhe besser zurechtkommen, ist die KTM die naheliegende Alternative. Die Yamaha Ténéré 700 tritt mit einem völlig anderen Motorkonzept an: Ein Zweizylinder-Twin liefert einen glatteren Kraftfluss, wiegt aber mit 205 Kilogramm gut 45 bis 50 Kilogramm mehr als die 701 und verliert dadurch an Leichtigkeit im technischen Gelände. Wer die Diskussion um den Zusatztank der 701 (siehe oben) vermeiden will, findet bei der World-Raid-Variante serienmässig 23 Liter Tankvolumen statt der aufpreispflichtigen 25-Liter-Lösung – für Langstrecken-Fahrer, die selten enges Gelände suchen, oft die praktischere Wahl.

Was du bei einer gebrauchten 701 prüfst

Bei einer gebrauchten 701 zählen zwei amtliche Rückrufe und eine bekannte Konstruktionsschwäche zu den Punkten, die ein Blick ins Serviceheft klären sollte.
  • Kupplungsnehmerzylinder (KBA-Nr. 11226). Betrifft 701 Enduro, 701 Supermoto, Svartpilen 701, Vitpilen 701 sowie KTM 690 SMC R und 690 Enduro R der Baujahre 2018 bis 2020 – allein in Deutschland rund 5’900 Husqvarna- und 6’500 KTM-Fahrzeuge betroffen. Prüfen, ob die Faltenbalgdichtung bereits gegen die verbesserte Version getauscht wurde. Ab Werksbaujahr 2021 ist sie serienmässig verbaut.
  • Kraftstoffleitungen (KBA-Nr. 10790). Betrifft nur die 701 Enduro LR mit grossem Zusatztank, Modelljahr 2020 – die Leitungen darunter können sich durchscheuern. Im Serviceheft nachsehen, ob die Prüfung bereits erfolgt ist.
  • Luftfilterkasten bei Geländeeinsatz. Der Deckel drückt nicht immer stark genug auf die Filterkante, wodurch der Filter kippen und Falschluft eindringen kann. Bei regelmässigem Geländeeinsatz lohnt sich eine Kontrolle oder ein stabilerer Filterrahmen.
  • Wartungsintervalle. Bis Modelljahr 2024 gilt ein Ölwechsel alle 10’000 Kilometer oder jährlich, ab 2025 verlängert Husqvarna das Intervall auf 15’000 Kilometer, die Ventilspielkontrolle erst nach 30’000 Kilometern.
  • Kettensatz. Ein planbares Verschleissteil bei jeder Enduro.
Was die Rückrufe nicht zeigen: Mehrere Besitzer berichten von 26’000 bis über 60’000 Kilometern ohne nennenswerten Ölverbrauch und ohne grössere Reparaturen jenseits von Verschleissteilen – der Motor hält bei pfleglicher Behandlung offenbar deutlich mehr aus, als die Rückrufliste allein vermuten lässt.

Häufige Fragen zur Husqvarna 701 Enduro

Welche Modelljahre sind zu empfehlen?

Bis Baujahr 2019 läuft der Motor laut Besitzern geschmeidiger; ab 2019 ein geänderter Kolben, ab 2020 zusätzlich Kurven-ABS und Traktionskontrolle.

Hat die 701 bekannte Probleme?

Ja – der amtlich zurückgerufene Kupplungsnehmerzylinder bei Baujahren bis 2020, die Luftfilterkasten-Konstruktion bei intensivem Geländeeinsatz, und eine werksseitig eher straffe Fahrwerksabstimmung.

Ist die Sitzhöhe zu hoch?

Kommt auf die Körpergrösse an – Fahrer unter 1,80 Metern berichten von reinem Zehenspitzenkontakt. Am ehesten spürst du es bei einer Probefahrt.

Kann ich die 701 Enduro mit dem A-beschränkt-Ausweis fahren?

Nur bedingt: Wir drosseln auf 31 respektive 32 kW statt auf 35 kW, weil das Leistungsgewicht bei dieser leichten Maschine strenger limitiert als die Kilowatt-Grenze selbst.

Was unterscheidet die Enduro von der Supermoto?

Federweg, Reifen, Bremsscheibe vorn und Radstand – dazu gibt es nur bei der Enduro eine A-beschränkt-Option.

Wie weit komme ich mit einer Tankfüllung?

Werksangabe rund 309 bis 310 Kilometer, in der Praxis auch rund 371 Kilometer. Wer mehr braucht, rüstet ein Zusatztank-Kit mit 25 Litern Gesamtvolumen nach.

Verfügbare Husqvarna 701 Enduro bei uns in Winterthur

Ob dir die 701 Enduro offen oder mit reduzierter Leistung besser passt, mit kleinem oder aufgerüstetem Tank – am ehesten spürst du das bei einer Probefahrt. Unsere Husqvarna-Occasionen stehen vor Ort bereit.

Jetzt verfügbar:

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Du liebäugelst mit einer Husqvarna 701 Enduro als Occasion? Ob der Preis fair ist, hängt stark vom Alter ab – wie viel ein Motorrad mit den Jahren an Wert verliert und wann der Kauf am günstigsten ist, zeigt unser Wertverlust-Ratgeber. Worauf du bei Papieren, Technik und Probefahrt achten solltest, fasst die Occasion-Checkliste für die Schweiz Schritt für Schritt zusammen.

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