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Indian Scout (inkl. Sixty)

Indian Scout (inkl. Sixty)

Indian Scout (inkl. Sixty)

Indian Scout kaufen – Occasion in Winterthur

Riemen statt Kette, ein 60-Grad-V-Twin mit 1’133 oder 999 Kubik, und ein Kurvenverhalten, das selbst hartgesottene Cruiser-Skeptiker überrascht: Die Indian Scout steht bei uns in Winterthur regelmässig im Bestand – beide Varianten, die grosse Scout und die kleinere Scout Sixty. Neu verkauft Indian diese Generation längst nicht mehr, die Occasion ist inzwischen der einzige Weg zu ihr. Dieser Text erklärt, was Scout und Scout Sixty technisch trennt, warum ein grosser Wendekreis niemanden vom Kauf abhält, welche Fahrzeuge sich schon mit 35 kW fahren lassen – und worauf du bei einer gebrauchten Scout genau hinschaust.
Indian ScoutIndian Scout Sixty
Hubraum1’133 ccm999 ccm
Leistung95–100 PS / 70–74 kW78 PS / 57 kW
Drehmoment97–98 Nm87–97 Nm
Getriebe6-Gang5-Gang
Gewicht fahrfertig249–261 kg246–256 kg
Sitzhöhe643–656 mm643–656 mm
Tank12–12,5 Liter12–12,5 Liter
AntriebZahnriemenZahnriemen

Neupreis: nicht mehr erhältlich – Indian hat die Scout-Baureihe 2025 komplett neu aufgelegt
Occasion ab: ab CHF 9’290

Scout oder Scout Sixty – Hubraum, Gänge, Preis

Scout und Scout Sixty trennt vor allem der Hubraum: 1’133 gegen 999 Kubikzentimeter, dazu ein Gang mehr für die grosse Scout. Die Scout leistet 95 bis 100 PS je nach Baujahr und schaltet über sechs Gänge, die Sixty bleibt bei 78 PS und fünf Gängen – über alle Baujahre von 2016 bis 2022 hinweg unverändert. Ein Ausstattungsunterschied ist das nicht, reiner Motor und reines Getriebe. Sitzhöhe, Tankinhalt und Gewicht liegen bei beiden praktisch gleichauf, sodass sich die Wahl am Ende auf eine Frage reduziert: reicht dir das Drehmoment der Sixty, oder willst du den zusätzlichen Gang und die spürbar höhere Literleistung der grossen Scout. Beide Baureihen, die bei uns im Bestand stehen, baute Indian mit demselben Aluminium-Gussrahmen bis Modelljahr 2024 – die Scout Sixty sogar schon seit 2022 nicht mehr. Seit April 2024 gibt es eine komplett neu entwickelte Scout-Generation mit grösserem 1’250-ccm-„SpeedPlus“-Motor und einem Stahlrohrrahmen, ab CHF 15’390 als Scout Bobber. Wer stattdessen eine der beiden alten Scouts kauft, bekommt dafür ein acht Jahre länger erprobtes Motor- und Getriebepaket – zu einem Bruchteil des Neupreises der aktuellen Baureihe.

Indian ist älter als Harley-Davidson

Zwei Jahre trennen die beiden amerikanischen Ikonen: Indian baute sein erstes Motorrad 1901 in Springfield, Harley-Davidson verkaufte seines erst 1903. Vier Jahre später, 1905, montierte Indian mit dem ersten V-Twin der beiden Marken auch das Motorkonzept, das die Scout bis heute prägt.

Ein Cruiser, der Kurven mag

Kurven sind der Moment, in dem die Scout ihre Fans überzeugt – trotz eines Details, das auf dem Papier dagegenspricht: Der Lenkeinschlag ist vergleichsweise gering, entsprechend gross fällt der Wendekreis aus. Im engen Kehrenwirrwarr macht sich das bemerkbar, auf der kurvigen Landstrasse spielt es keine Rolle mehr – dort manövriert sich die Scout laut mehreren unabhängigen Langzeittests äusserst willig durch die Serpentinen und zaubert gleich zwei Besitzerinnen unabhängig voneinander ein Grinsen ins Gesicht. Ähnlich zwiegespalten zeigen sich die Bremsen: Sie gelten als eher schwammig und lärmen im Regen, halten aber im Alltag über Zehntausende Kilometer zuverlässig, ebenso wie die serienmässigen Reifen. Wer die Scout länger fährt, kennt auch die andere Seite des Sparsamkeits-Kompromisses – der reale Verbrauch liegt bei vielen Besitzern klar unter der Werksangabe von 5,2 bis 5,6 Litern, teils bei nur 3,8 bis 4,3 Litern. Im Stand an der Ampel wird es dafür an den Beinen warm: Der hintere Zylinder samt den beiden seitlich geführten Auspuffrohren macht sich im Sommer deutlich bemerkbar, weshalb geübte Fahrer zwischendurch aufrecht stehen. Wie sich das alles im Alltag tatsächlich anfühlt, merkst du am ehesten bei einer Probefahrt.

Indian Scout gedrosselt als Occasion kaufen

Weder Scout noch Scout Sixty bleiben ab Werk unter 35 kW: 74 kW respektive 57 kW stehen gegen die Grenze für den Ausweis Kategorie A mit Leistungsbeschränkung – in der Schweiz offiziell so genannt, „A2″ ist nur der EU-Begriff. Erlaubt sind maximal 35 kW und 0,2 kW pro Kilogramm Leergewicht, ab 18 Jahren; nach zwei Jahren steigst du ohne weitere Prüfung in die unbeschränkte Kategorie A auf. Bei uns stehen beide Modelle deshalb regelmässig sowohl offen als auch auf 35 kW gedrosselt im Angebot – dieselbe Maschine, physisch nicht ab Werk gedrosselt. Wir drosseln erst nach dem Kauf auf Wunsch, die Kosten dafür stecken im Preis der gedrosselten Variante. Auch die aktuelle, neu aufgelegte Scout-Baureihe gibt es ab Werk durchgehend als 35-kW-Version, von der kleinsten bis zur teuersten Ausführung – für Käufer mit beschränktem Ausweis ist die Scout also grundsätzlich eine Option, alt wie neu. Details zur Kategorie liefert die Seite zum Motorradführerschein.

Was du bei einer gebrauchten Scout prüfst

  • ABS-Rückruf bei Baujahr 2017/2018. Luft im ABS-Bremskreislauf konnte zu weichem Bremshebel und verminderter Bremswirkung führen, die Entlüftung durch den Händler war kostenlos. Im Serviceheft nachschauen, ob das erledigt ist.
  • Anlasser bei Baujahr 2015–2017. Frühe Scout-Baujahre hatten ein erhöhtes Anlasser-Ausfallrisiko, Indian verlängerte die Garantie auf fünf Jahre ab Registrierung. Serviceheft prüfen, ob der Anlasser bereits getauscht wurde.
  • Riemenwechsel ab rund 40’000 Kilometern. Der Zahnriemen verlangt weniger Pflege als eine Kette, der Wechsel selbst braucht aber den Ausbau der Schwinge – reine Werkstattarbeit. Den aktuellen Preis dafür bekommst du in unserer eigenen Werkstatt.
  • Kupplungszug probefahren. Der Bowdenzug gilt in zwei unabhängigen Tests als auffallend schwergängig, besonders im Stadtverkehr – kein Fehler, sondern Charakterzug der Baureihe, aber einen Griff vor dem Kauf wert. Eine 2016er Scout Sixty lief trotzdem bis 90’000 Kilometer ohne nennenswerte technische Vorkommnisse, einzige Reparatur war ein Garantietausch des hinteren Hauptbremszylinders bei 50’000 km.

Wartung und Händlernetz in der Schweiz

Elf Vertragshändler listet Indian offiziell für die Schweiz – Winterthur ist nicht dabei, die nächsten sitzen in Zürich und Spreitenbach. Wir bei MCW sind für Indian, wie für jede andere Marke, kein Vertragshändler, sondern Occasions-Spezialist mit eigener Werkstatt. Das kommt der Scout entgegen: Der Riemenantrieb verlangt deutlich weniger Pflege als eine Kette, Nachölen oder -fetten wie beim Kardan entfällt komplett. Serviceintervalle liegen ab Werk durchgehend bei 8’000 Kilometern; was das konkret kostet, sagt dir am zuverlässigsten unsere eigene Werkstatt – nicht eine ausländische Preisliste, die für Schweizer Stundensätze ohnehin nichts hergibt.

Sportster, Bolt oder Bonneville – die Alternativen zur Scout

Bevor du dich für die Scout entscheidest, lohnt der Blick auf drei Maschinen, die in denselben Vergleichstests auftauchen – aus drei ganz unterschiedlichen Gründen.
ModellLeistungGewichtOccasion abSpricht dafürSpricht dagegen
Indian Scout100 PS / 73,5 kW254–261 kgCHF 9’290Riemenantrieb, auch mit 35 kWGrosser Wendekreis
Harley-Davidson Sportster XL 1200–265 kg–Drehmoment früher, tiefer im BandSitzhöhe 710 mm, 67 mm höher
Yamaha XV950 / Bolt52 PS / 80 Nm247 kg–Leichter, kultivierterer MotorDeutlich weniger Leistung
Triumph Bonneville Bobber77 PS / 78 Nm–CHF 4’900Präziseres Fahrwerk, günstigerWeniger Spitzenleistung
Die Harley-Davidson Sportster XL 1200 liefert ihr Drehmoment früher und tiefer im Drehzahlband als die Scout, dafür sitzt du satte 67 Millimeter höher – für kleinere Fahrer ein Ausschlusskriterium, das die Scout nicht hat. Die Yamaha XV950 respektive Bolt bleibt mit 52 PS aus 942 Kubik spürbar hinter der grossen Scout zurück, ihr Motor gilt dafür als kultivierter und braver; für Einsteiger, die zuerst einen ruhigeren Charakter wollen, ist sie die entspanntere Wahl. Die Triumph Bonneville Bobber steht bei uns selbst im Bestand, ist günstiger im Einstieg und fährt sich dank Cartridge-Gabel präziser – dafür bleibt sie bei der Spitzenleistung hinter der grossen Scout zurück. Wer mehr auf präzises Handling als auf Langstrecken-Komfort setzt, findet in der Bonneville die passendere Maschine.

Häufige Fragen zur Indian Scout

Scout oder Scout Sixty – was ist der Unterschied?

Ein reiner Motor- und Getriebe-Unterschied: Die Scout hat 1’133 Kubik, 100 PS und 6 Gänge, die Scout Sixty 999 Kubik, 78 PS und 5 Gänge. Ausstattung und Fahrwerk sind praktisch identisch.

Gibt es die Scout auch mit 35 kW für den beschränkten Ausweis?

Ja, sowohl die ältere als auch die aktuelle Scout-Generation gibt es gedrosselt. Bei uns stehen entsprechend ausgezeichnete Fahrzeuge regelmässig im Angebot.

Worauf achte ich bei einer gebrauchten Scout aus 2017 oder 2018?

Im Serviceheft nachsehen, ob die ABS-Bremsentlüftung aus dem damaligen Rückruf bereits gemacht wurde, dazu den Kupplungszug bei einer Probefahrt testen.

Wie zuverlässig ist die Scout auf lange Sicht?

Mehrere Langzeitbesitzer berichten von 90’000 bis über 100’000 gefahrenen Kilometern mit nur vereinzelten Reparaturen jenseits normaler Verschleissteile.

Was kostet die Wartung im Jahr etwa?

Das hängt vom Zustand und den anstehenden Arbeiten ab. Verbindliche Zahlen für die Schweiz bekommst du bei unserer eigenen Werkstatt, nicht aus einer ausländischen Preisliste.

Ist MCW ein offizieller Indian-Händler?

Nein. Indian listet elf Vertragshändler für die Schweiz, wir gehören nicht dazu – wir handeln mit Occasionen aller Marken, Indian eingeschlossen.

Verfügbare Scout in Winterthur

Ob dir die grosse Scout mit ihren 100 PS liegt oder die Sixty als Einstieg reicht, offen oder auf 35 kW gedrosselt – am besten setzt du dich einfach drauf. Eine Probefahrt ist schnell vereinbart, unsere Indian-Occasionen stehen bei uns in Winterthur bereit.

Jetzt verfügbar:

Du liebäugelst mit einer Indian Scout (inkl. Sixty) als Occasion? Ob der Preis fair ist, hängt stark vom Alter ab – wie viel ein Motorrad mit den Jahren an Wert verliert und wann der Kauf am günstigsten ist, zeigt unser Wertverlust-Ratgeber. Worauf du bei Papieren, Technik und Probefahrt achten solltest, fasst die Occasion-Checkliste für die Schweiz Schritt für Schritt zusammen.

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