...
Loading…
For a better experience please change your browser to CHROME, FIREFOX, OPERA or Internet Explorer.

KTM 790 Duke

KTM 790 Duke

KTM 790 Duke

KTM 790 Duke kaufen – Occasion in Winterthur

KTM selbst nennt die 790 Duke „The Scalpel“ – wegen ihres extrem direkten Handlings in engen Kurven. Bei uns in Winterthur steht die KTM 790 Duke regelmässig im Bestand, oft aus beiden Generationen gleichzeitig: der österreichischen Baureihe von 2018 bis 2020 und der aktuellen Version aus dem Joint Venture mit CFMoto. Dieser Text erklärt, warum dieselbe Baureihe wahlweise 105 oder 95 PS leistet, weshalb Besitzer sie „Lottospielen“ nennen und trotzdem wiederkaufen würden, welche Version sich auf 35 kW drosseln lässt – und wo preislich die Grenze zur 890 Duke liegt.
790 Duke2018–2020 (Österreich)2023–2026 (CFMoto)
Leistung105 PS / 77 kW95 PS / 70 kW
Drehmoment87 Nm bei 8’000/min87 Nm bei 8’000/min
Gewicht fahrfertig187–188 kg~189 kg
Tank14 Liter13,5–14 Liter
Verbrauch (Werk)4,4–4,6 l/100 km4,4 l/100 km
Quickshifteroptional (Aufpreis)serienmässig, bidirektional

Neupreis: ab CHF 8’490
Occasion ab: ab CHF 5’800

Der LC8c-Twin: 105 PS oder 95 PS, je nach Baujahr

105 PS leistet der LC8c-Parallel-Twin in den österreichischen Modellen von 2018 bis 2020, 95 PS in den aktuellen CFMoto-Baujahren ab 2023 – das Drehmoment bleibt in beiden Fällen bei 87 Nm und steht bereits bei 8’000 Umdrehungen an. Auf dem Prüfstand mass ein früher Test 98,26 PS bei 9’570/min auf dem Hinterrad – Werte, die zur drehfreudigen, direkten Charakteristik passen, für die KTM den Übernamen „The Scalpel“ gewählt hat: leichte Lenkung, präzises Einlenken, stabil bis zum Kurvenausgang. Im Alltag zeigt die gleiche Maschine ein zweites Gesicht. Wer nur pendeln will, bekommt laut Langzeitfahrern eher ein „Buttermesser“ als ein Skalpell, kann auf sehr langen Etappen aber auch fordern, weil sie ständig Rückmeldung gibt statt einfach nur zu rollen. Wie sich dieses Wechselspiel im Alltag anfühlt, spürst du am ehesten selbst bei einer Probefahrt. Ein Besitzer bringt den Motor selbst auf den Punkt: Er sei ein grosser Teil dessen, was er an der Duke liebt – die doppelte Ausgleichswelle mache hohe Drehzahlen mühelos ausreizbar, ohne dass es anstrengt.

Österreich oder China: zwei Generationen desselben Motors

Zwischen Österreich und China liegen bei der 790 Duke nicht nur zwei Fertigungsstandorte, sondern auch eine zweijährige Pause: Von 2018 bis 2020 lief die Produktion in Mattighofen, 2021 und 2022 fehlte das Modell im Programm, und 2023 startete sie im Joint Venture mit CFMoto in Hangzhou neu. Die Leistungsabstufung von 105 auf 95 PS ist dabei kein Rückschritt, sondern Absicht: Die neue Version ist von Anfang an so ausgelegt, dass sie sich sauber auf 35 kW drosseln lässt, während die alten 77-kW-Maschinen das Gewichtsverhältnis nur knapp erreichen. Wer die China-Fertigung skeptisch sieht, findet in den frühen Rückmeldungen zur CFMoto-Generation ausgerechnet das Gegenteil der Erwartung: Mehrere Berichte aus 2023 und 2024 beschreiben die neuen Modelle als unauffälliger im Alltag als die ersten österreichischen Serien.

KTM 790 Duke gedrosselt als Occasion kaufen

Nur die 70-kW-Version der 790 Duke lässt sich sauber auf 35 kW drosseln – die alten 105-PS-Maschinen von 2018 bis 2020 reissen mit 77 kW und rund 170 kg das Gewichtsverhältnis von 0,2 kW pro Kilogramm nur knapp, weshalb KTM die neuere Generation gezielt darauf ausgelegt hat. In der Schweiz heisst die passende Kategorie offiziell A mit Leistungsbeschränkung, nicht A2 – das ist nur der EU-Begriff. Erlaubt sind maximal 35 kW und 0,2 kW pro Kilogramm Leergewicht, ab 18 Jahren; nach zwei Jahren steigst du ohne weitere Prüfung in die unbeschränkte Kategorie A auf. Bei uns steht die 790 Duke entsprechend regelmässig sowohl offen als auch auf 35 kW gedrosselt im Angebot – beides dieselbe Maschine, physisch nicht ab Werk gedrosselt. Wir drosseln erst nach dem Kauf auf Wunsch, die Kosten dafür stecken im Preis der gedrosselten Variante. Welche Version zu deinem Ausweis passt, klärst du am einfachsten bei einer Probefahrt.

Fahrmodi, ABS und Quickshifter: was 2023 dazukam

Serienmässig statt gegen Aufpreis: Ab 2023 gehört der bidirektionale Quickshifter zur Grundausstattung der 790 Duke, bei den Modellen bis 2020 kostete er extra und war nur in Kombination mit dem optionalen Track-Mode sinnvoll. Die Fahrmodi RAIN, STREET und SPORT gibt es in beiden Generationen, ebenso das Cornering-ABS mit abschaltbarem Supermoto-Modus fürs Hinterrad. Der Unterschied liegt im Feinschliff: Die aktuelle Traktionskontrolle rechnet die Schräglage mit ein statt nur die Leistung zu drosseln, dazu kommt eine Launch Control für den kontrollierten Ampelstart. Ab Modelljahr 2026 ergänzt KTM zusätzlich eine WP-APEX-Gabel mit mehr Federweg vorn und hinten.

Das Lottospielen: warum dieselbe Duke zwei Geschichten erzählt

121’000 Kilometer ohne grösseren Ausfall auf der einen Seite, vier ungeplante Werkstattbesuche in 6’000 Kilometern auf der anderen – bei der 790 Duke entscheidet oft die einzelne Maschine mehr als das Baujahr. Der am häufigsten dokumentierte Punkt ist Ölfeuchte am Ventildeckel: meistens kosmetisch, mit bekannter Lösung über eine neue Dichtung, in unserer eigenen Werkstatt eine Sache von wenigen Stunden. Bei den frühen Baujahren 2018 bis 2020 kommen vereinzelt Nockenwellenverschleiss, undichte Kühlmittelschläuche und Kettenspanner-Probleme dazu, bei denen KTM den Motorölwechsel und die Reparatur in dokumentierten Fällen übernommen hat. Gleichzeitig sind es dieselben Foren, in denen Besitzer nach 18 Monaten und rund 15’000 Kilometern genau dieselben Schwachstellen benennen – und trotzdem festhalten, dass die KTM sie bei jeder Fahrt zum Lachen bringt und sie sich bei einem Neukauf heute wieder für die 790 entscheiden würden. Für den Gebrauchtkauf heisst das konkret: Serviceheft auf Lücken prüfen, Ventildeckel auf grössere Ölpfützen statt nur leichter Feuchte kontrollieren, und bei Baujahr 2018 bis 2020 nach Kühlmittelspuren am Schlauch schauen.

Sitzkomfort auf langen Etappen

Nach rund vier Stunden im Sattel macht sich die Serien-Sitzbank der 790 Duke bemerkbar, ohne dass sie deswegen zum Ausstiegsgrund wird. Für längere Touren bietet KTM einen Ergo-Komfortsitz mit Mesh-Struktur für bessere Druckverteilung sowie Sitzbänke in abweichender Höhe an, darunter eine 20 Millimeter tiefere Variante für kürzere Fahrer. Dass die meisten Besitzer trotzdem an Bord bleiben, liegt am Drehmoment: Ein 62-jähriger Fahrer, der von einer grösseren Triumph umgestiegen ist, nennt genau dieses Drehmoment-Gefühl als das Argument, das ihm bei jeder Fahrt ein Lächeln ins Gesicht bringt.

Vergleichbare Modelle zur KTM 790 Duke

Bei rund CHF 1’400 bis 3’400 Aufpreis beginnt auf dem Schweizer Occasionsmarkt der Sprung von der 790 zur 890 Duke, daneben tauchen Yamaha MT-07 und Suzuki GSX-8S regelmässig als Alternative auf.
ModellLeistungGewichtOccasion abSpricht dafürSpricht dagegen
KTM 790 Duke95–105 PS / 87 Nm187–189 kgCHF 5’800Drehfreudiger Twin, direktes HandlingVentildeckel neigt zu Ölfeuchte
Yamaha MT-0773 PS / 67 Nm–CHF 4’980Günstiger, weicheres FahrwerkDeutlich weniger Leistung und Drehmoment
Suzuki GSX-8S83 PS / 78 Nm–CHF 7’590Ausgewogener AllrounderKayaba-Fahrwerk statt WP
KTM 890 Duke115–121 PS / 99 Nm~207 kgCHF 7’900Mehr Hubraum und DrehmomentSchwerer, teurer in der Occasion
Die Yamaha MT-07 ist auf dem Occasionsmarkt spürbar günstiger, liefert dafür deutlich weniger Leistung und gilt bei sportlicher Fahrweise als weicher im Fahrwerk – ein Test beschreibt sie bei forscher Fahrt als „wallowend“, während die KTM stabiler bleibt. Die Suzuki GSX-8S bringt weniger Leistung und ein einfacheres Kayaba-Fahrwerk statt WP mit, gilt dafür als ausgewogener Allrounder ohne ausgeprägte Schwächen – ein Test hält sogar fest, dass sich der Aufpreis zur teureren 790 Duke bei geringem Preisunterschied kaum lohnt. Wer stattdessen mehr will statt weniger: Die 890 Duke bringt mehr Hubraum und Drehmoment aus der Mitte mit, ist dafür schwerer und in der Occasion spürbar teurer.

Häufige Fragen zur KTM 790 Duke

Österreichische oder chinesische Fertigung?

Bis 2020 wurde der LC8c-Motor in Mattighofen gefertigt, seit der Rückkehr 2023 im Joint Venture mit CFMoto in Hangzhou – wobei schon in den letzten österreichischen Baujahren ein Teil der Komponenten aus Asien kam.

Ist die Qualität besser als ihr Ruf?

Gemischt. Wer in Foren nur Probleme liest, übersieht, dass die meisten zufriedenen Besitzer gar nicht erst schreiben – reale Fälle reichen von 121’000 Kilometern ohne grösseren Ausfall bis zu Nockenwellen- und Gabeldichtungstausch vor 20’000 Kilometern.

Wie schlimm sind Ölspuren am Ventildeckel wirklich?

Häufig, aber überwiegend kosmetisch, mit bekannter Lösung über eine neue Dichtung. Kein Zeichen für eine schlecht gebaute Maschine, eher ein Punkt für die Kaufprüfung.

790 oder 890 Duke – welche kaufen?

Wer Drehmoment aus unteren Drehzahlen und mehr Hubraum will, greift zur 890 Duke; wer den drehfreudigeren, direkteren Charakter und den tieferen Einstiegspreis bevorzugt, bleibt bei der 790.

Worauf achte ich beim Gebrauchtkauf?

Serviceheft auf Lücken prüfen, Ventildeckel auf grössere Ölpfützen statt nur leichter Feuchte kontrollieren, bei Baujahr 2018 bis 2020 zusätzlich Kühlmittelschlauch und Nockenwellenbereich im Auge behalten – am gründlichsten in unserer eigenen Werkstatt.

Lässt sich jede 790 Duke auf 35 kW drosseln?

Nur die Version mit 70 kW Basisleistung ist dafür ausgelegt. Die alten 77-kW-Maschinen von 2018 bis 2020 erreichen das nötige Gewichtsverhältnis nur knapp.

Verfügbare KTM 790 Duke bei uns in Winterthur

Ob dir die drehfreudige 105-PS-Version oder die neuere 95-PS-Generation liegt, offen oder auf 35 kW gedrosselt – am besten setzt du dich einfach drauf. Eine Probefahrt ist schnell vereinbart, unsere KTM-Occasionen stehen vor Ort bereit.

Jetzt verfügbar:

ℹ️

Aktuell 8 790 Duke verfügbar

Wir zeigen dir zusätzlich 2 passende Alternativen, damit du mehr Auswahl hast.

Du liebäugelst mit einer KTM 790 Duke als Occasion? Ob der Preis fair ist, hängt stark vom Alter ab – wie viel ein Motorrad mit den Jahren an Wert verliert und wann der Kauf am günstigsten ist, zeigt unser Wertverlust-Ratgeber. Worauf du bei Papieren, Technik und Probefahrt achten solltest, fasst die Occasion-Checkliste für die Schweiz Schritt für Schritt zusammen.

Die Kommentare sind geschlossen.