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Yamaha XJ6

Yamaha XJ6

Yamaha XJ6

Yamaha XJ6 kaufen – Occasion in Winterthur

Vier Zylinder, ein A-beschränkt-Ausweis und ein Motor mit Wurzeln im YZF-R6: Die Yamaha XJ6 verbindet drei Dinge, die selten zusammen in einem Occasionsangebot stehen. Bei uns in Winterthur findest du die Yamaha XJ6 regelmässig im Bestand – mal als unverkleidete N, mal als Diversion mit Halbschale, mal als vollverkleidete Diversion F. Dieser Text erklärt, warum der Motor über die FZ6 vom R6 abstammt statt direkt, wieso das Handling im Vergleichstest gewinnt und die Bremsen nicht, was beim Schalten gelegentlich hakt – und warum du die Maschine neu nirgends mehr bekommst.

Occasion ab: ab CHF 4’490

Vier Zylinder mit dem A-beschränkt-Ausweis – eine Kombination, die es kaum noch gibt

Vier Zylinder und ein Ausweis mit Leistungsbeschränkung: Die XJ6 leistet ab Werk 76,4 bis 78 PS, je nach Baujahr, und lässt sich für die Schweizer Einsteigerkategorie auf 35 kW drosseln. In der Schweiz heisst diese Kategorie offiziell A mit Leistungsbeschränkung – „A2″ ist nur der EU-Begriff. Im direkten Testfeld war die XJ6 neben der Honda CBF600 eine von nur zwei Vierzylinder-Optionen, während Kawasaki ER-6n und Suzuki Gladius 650 beide mit Zweizylindern antraten – eine Kombination, die im heutigen A-beschränkt-Segment kaum mehr zu finden ist. Bei uns in Winterthur steht sie deshalb teils sowohl offen als auch mit 35 kW gedrosselt im Angebot: Physisch ist die Maschine dabei nicht ab Werk gedrosselt, wir drosseln erst nach dem Kauf auf Wunsch, die Kosten dafür stecken im Preis der gedrosselten Variante. Ab Werk gab es ausserdem eine ältere 25-kW/34-PS-Version aus der Zeit vor der heutigen 35-kW-Regel – die beiden Drosselstufen sind nicht automatisch dasselbe, dazu mehr weiter unten beim Gebrauchtkauf. Welche Variante zu deinem Ausweis passt, klärst du am einfachsten bei einer Probefahrt.

Nackt, halb oder ganz verkleidet – XJ6, Diversion und Diversion F

XJ6 (N)XJ6 DiversionXJ6 Diversion F
KarosserieunverkleidetHalbschaleVollverkleidung
Leistung76,4–78 PS / 55,8–57 kW76,4–78 PS / 55,8–57 kW76,4–77,5 PS / 55,8–56,6 kW
Gewicht fahrfertigrund 205 kg211 kg215–217 kg
Tank17–17,3 l17 l17 l
Sitzhöhe785 mm785 mm785 mm
Im Programm ab200920092010
Nackt, mit Halbschale oder mit Vollverkleidung: Yamaha brachte die XJ6 2009 gleich in zwei Karosserievarianten, ein Jahr später kam mit der Diversion F eine dritte dazu. Technisch teilen sich alle drei dieselbe Plattform und denselben Motor – der Hauptunterschied liegt im Windschutz und im Gewicht: Die nackte XJ6 wiegt fahrfertig rund 205 Kilogramm, die Diversion mit Halbschale 211, die vollverkleidete Diversion F bis zu 217. ABS war ab Modelljahr 2010 gegen Aufpreis erhältlich, unabhängig von der Karosserievariante. Wer viel Autobahn fährt, profitiert von der zusätzlichen Verkleidung der Diversion F; wer die Maschine eher im Alltag und in der Stadt bewegt, merkt den Gewichtsunterschied zur nackten Version am ehesten beim Rangieren.

Ein R6-Motor mit Umweg über die FZ6

Ein R6-Motor mit Umweg: Der Vierzylinder der XJ6 stammt nicht direkt aus dem YZF-R6, sondern über die FZ6 Fazer, die das Triebwerk zuerst auf mehr Laufruhe umbaute. Für die XJ6 wurde praktisch jede wesentliche Komponente verändert oder neu konstruiert – Zylinderkopf, Kurbelwelle, Ein- und Auslasssystem, Kupplung samt Schaltung. Nur der Ventilhub der Nockenwelle blieb, wie er im YZF-R6 war. Ziel des Umbaus war eine gleichmässigere Leistungsentfaltung im unteren und mittleren Drehzahlbereich statt des sportlicheren Kennfelds von FZ6 und R6 – der Vierzylinder-Sound und die Laufruhe blieben dabei erhalten, nur eben ohne die Drehzahlorgie des Sportmotors.

Federleicht im Handling – aber zu zweit an der Grenze

Federleicht lenkt die XJ6 laut Vergleichstest gegen Honda CBF600, Kawasaki ER-6n und Suzuki Gladius 650 ein – kaum eine andere Maschine im Testfeld fuhr sich so handlich und leichtfüssig, urteilten die Tester, dazu ein Motor, der als sanftmütig und kraftvoll beschrieben wurde und eine Kupplung, die besonders präzise arbeitet. Zu zweit bringt das Fahrwerk die Grenzen aber deutlicher zum Vorschein: Im selben Test fiel die Federung bei Sozius-Beladung als zu weich auf, dazu wirkten die Bremsen schwammiger als bei der Honda. Bei der Sitzbank widersprechen sich die Testberichte über die Jahre – zur unverkleideten XJ6 hiess es 2009 noch, die Sitzpolsterung sei zu weich, zur Diversion F ein Jahr später dagegen, sie sei für den Fahrer zu fest; wer lange Etappen plant, probiert die eigene Variante am besten selbst aus. Der Rahmen besteht aus Stahl statt Aluminium wie bei der verwandten FZ6 – ein bewusster Kompromiss für den tieferen Preis, kein Konstruktionsfehler. Was dagegen über Jahre begeistert, bleibt bestehen: Ein ehemaliger XJ6N-Besitzer schreibt im Schweizer Forum, er vermisse die Maschine noch immer, nachdem er sie verkauft hat – super im Handling, super als Einsteiger-Naked. Ein anderer Schweizer Besitzer vergleicht das Handling mit seiner alten SV650 und lobt das Preis-Leistungs-Verhältnis für Einsteiger; einzige Kritik bei ihm ist der Serienauspuff, der eher nach Staubsauger klinge als nach Vierzylinder. Britische Langzeitbesitzer bewerten die Maschine im Durchschnitt mit 4,7 von 5 Sternen und beschreiben den Motor als bulletproof-solide.

Warum es die XJ6 heute nicht mehr neu gibt

Neu bekommst du die XJ6 nirgends mehr: Yamaha baute die Baureihe ab 2009, die letzten Fahrzeuge je nach Ausführung bis 2015 oder 2016, seither ist der Neuverkauf vorbei. Einen direkten technischen Nachfolger mit demselben Motorkonzept gibt es nicht – Yamaha verlagerte den Fokus der Mittelklasse 2014 auf die neu vorgestellte MT-07. Der Unterschied, der beim Kauf zählt, ist nicht nur das Baujahr, sondern das Motorkonzept: Wo die XJ6 einen Reihen-Vierzylinder mit 600 Kubik dreht, fährt die MT-07 einen Zweizylinder mit 689 Kubik – drehmomentstärker und spontaner am Gas, dafür ohne die Laufkultur und das höhere Drehzahlniveau des Vierzylinders. Wer genau diesen Vierzylinder-Charakter sucht, findet ihn nur noch als Occasion – ein Neupreis lässt sich für die XJ6 deshalb nicht mehr nennen.

Woran das Schalten hakt – und worauf du beim Gebrauchtkauf sonst noch achtest

Beim Schalten bricht bei manchen XJ6 die Drehzahl kurz weg oder der Motor stirbt sogar ab – zwei unabhängige Fälle im Schweizer Forum beschreiben genau dieses Verhalten. Als Ursache wurde im einen Fall ein zu tief eingestelltes Standgas identifiziert, im anderen ein leicht verbogener Schalthebel und mögliche Schmierungsprobleme im Schaltmechanismus. Verwandt, aber nicht deckungsgleich damit ist der amtliche Rückruf KBA-Nr. 5202 vom März 2015: Ein nicht der Spezifikation entsprechender Schalthebel konnte zu Fehlschaltungen führen, betroffen waren die Baujahre 2013 bis 2015 über alle drei Karosserievarianten hinweg, behoben durch eine neue Schaltwelle mit modifiziertem Mechanismus. Bei einer Occasion aus diesem Zeitraum lohnt sich der Blick ins Serviceheft, ob der Rückruf bereits erledigt wurde. Trotz dieser Einzelfälle gilt der Motor in der Gebrauchtberatung als unproblematisch: Er hat sich schon im Massenmodell FZ6 und ursprünglich im YZF-R6 zigtausendfach bewährt, nennenswerte Schwachstellen sind keine bekannt.
  • Drosselstufe prüfen. Fremdimporte mit der alten 25-kW-Werksdrosselung lassen sich kaum mehr zurückrüsten, weil die originalen Drosselklappenteile weder für Geld noch für gute Worte als Ersatzteil zu bekommen sind. Das ist nicht dasselbe wie die heutige 35-kW-Drosselung für die A-beschränkt-Kategorie – im Fahrzeugausweis nachsehen, welche Stufe tatsächlich verbaut ist.
  • Rückruf KBA-Nr. 5202. Baujahre 2013 bis 2015, betrifft die Schaltwelle – Serviceheft prüfen.
  • Schaltverhalten testen. Auf sinkende Drehzahl oder klemmende Gänge beim Hochschalten achten, siehe oben.
  • Wartungsintervalle. Laut Bedienungsanleitung alle 10’000 Kilometer fällig, ab 50’000 Kilometern beginnt der Zyklus von vorn. Was das an Teilen und Arbeit kostet, sagt dir am zuverlässigsten unsere eigene Werkstatt.

Vergleichbare Modelle zur XJ6

Drei Maschinen tauchen im Vergleichstest regelmässig neben der XJ6 auf.
ModellLeistungGewichtOccasion abSpricht dafürSpricht dagegen
Yamaha XJ676,4–78 PS / 55,8–57 kW205–217 kg (variantenabhängig)CHF 4’490Vierzylinder-Laufkultur, bestes Handling im TestBremsen/Federung an der Grenze zu zweit
Honda CBF600rund 78 PS––Vierzylinder-Konkurrenz, Testsieger knapp vor der XJ6Weniger handlich als die XJ6
Kawasaki ER-6n / Suzuki Gladius 65072–75 PS––Mehr Drehmoment, Zweizylinder-CharakterWeniger Leistung, kein Vierzylinder-Sound
Honda Hornet 600102 PS (ungedrosselt)––Deutlich mehr Leistung, gilt als komfortablerAnderer Fahrcharakter, kein Vierzylinder
Die Honda CBF600 ist die direkteste Gegnerin: ebenfalls Vierzylinder mit ähnlicher Leistung, im Vergleichstest hauchdünn vor der XJ6 platziert – dafür lenkt die XJ6 handlicher ein und bremst dabei etwas weniger giftig zu. Kawasaki ER-6n und Suzuki Gladius 650 sind Zweizylinder mit auf dem Papier etwas weniger Leistung, dafür mehr Drehmoment von unten heraus; wer den drehfreudigen Vierzylinder-Charakter nicht braucht, fährt mit ihnen ebenso gut. Die Honda Hornet 600 spielt in einer anderen Liga – ungedrosselt über 100 PS, im Schweizer Forum als Einsteiger-Alternative diskutiert, mit dem Fazit, dass am Ende das Motorrad zum Fahrer passen muss und nicht nur gefallen soll. Am besten lässt sich das ohnehin direkt bei einer Probefahrt vergleichen.

Häufige Fragen zur Yamaha XJ6

XJ6, XJ6 Diversion oder Diversion F – was ist der Unterschied?

Gleiche Technik, unterschiedliche Verkleidung: unverkleidet bei der XJ6 (N), Halbschale bei der Diversion, Vollverkleidung bei der Diversion F, die 2010 zum Programm dazukam.

Ist der Motor wirklich ein R6-Motor?

Nicht direkt – er stammt von der FZ6 Fazer, deren Motor wiederum auf dem YZF-R6-Triebwerk basiert. Fast jede Komponente wurde für die XJ6 auf mehr Laufruhe und Drehmoment im unteren Bereich umgebaut.

Gibt es die XJ6 auch mit 35 kW für die A-beschränkt-Kategorie?

Ja, nachträglich drosselbar. Ab Werk gab es zusätzlich eine ältere 25-kW-Version – das ist nicht dieselbe Drosselstufe, im Fahrzeugausweis lohnt sich die Kontrolle.

Ist die XJ6 für Wiedereinsteiger oder Fahranfänger geeignet?

Mehrfach bestätigt: handlich und verzeihend im Fahrverhalten, in einem Vergleichstest sogar mit dem besten Handling im gesamten Testfeld.

Was prüfst du beim Gebrauchtkauf besonders?

Das Serviceheft auf den Rückruf KBA-Nr. 5202 (Baujahre 2013–2015), dazu bei gedrosselten Exemplaren, ob es sich um die alte 25-kW-Werksdrosselung oder eine spätere 35-kW-Drosselung handelt.

Warum gibt es die XJ6 nicht mehr neu zu kaufen?

Die Baureihe lief je nach Ausführung bis 2015 oder 2016 aus. Einen direkten technischen Nachfolger gibt es nicht, Yamaha setzt seither auf die MT-07 mit Zweizylinder-Motor.

Verfügbare XJ6 bei uns in Winterthur

Ob dir die unverkleidete XJ6, die Diversion mit Halbschale oder die vollverkleidete Diversion F liegt, offen oder auf 35 kW gedrosselt – am besten setzt du dich einfach drauf. Eine Probefahrt ist schnell vereinbart, unsere Yamaha-Occasionen stehen vor Ort bereit.

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